Wer will meinen Ohrwurm haben???

Es gibt schlimmere Ohrwürmer, wie ich finde, aber ich wollte diesen von heute so gern mit jemandem teilen- einfach weil’s so schön passt! 🙂 🙂 :-).

Advertisements

Die Sache mit der Familie. . .

Immer präsenter wird irgendwie die Sache mit der Familie. Sicher weiß spontan fast jeder, der selbst in Regenbogenfamilienplanungen involviert ist oder war, dass es nicht selbstverständlich ist, nur freudige Reaktionen auf die Familienplanung zu bekommen. Und das wohl mit am häufigsten in den eigenen familiären Kreisen, die Menschen, die es meist gut mit uns meinen, uns nur positive Erfahrungen wünschen, und uns am ehesten ihre Meinung derart auf die Nase binden, dass wir manchmal daran zweifeln müssen, ob auf der anderen Seite registriert wurde, wie alt wir mittlerweile sind.

Okay, ich kann natürlich nur von mir reden, und dem, was ich aus meinem Umfeld immer wieder mitbekomme. An sich ist ja „alles easy“. Wir dürfen uns glücklich schätzen, einigermaßen tolerante Eltern erwischt zu haben, die uns nach unserem Outing nicht rausgeschmissen haben oder die Hochzeitsfeier boykottiert hätten, und mittlerweile haben sich wirklich alle gut arrangiert mit der Lebensweise ihrer Töchter.

Trotzdem ist da ein Thema, welches so brandheiß und heikel ist, dass es gerne mal ausgeklammert wird: Was passiert, wenn nun noch Kinder ins Spiel kommen? Ist das alles gut und richtig so? Was braucht eigentlich ein Kind? Mutter, Vater, xy? Was sagen die anderen? Welche Vorurteile werden kommen? Wird das Kind diskriminiert werden? Optionales Weltuntergangsszenario.

Wir selbst sind da natürlich schon super reflektiert und haben unsere Position klar gefunden. Sind schon an dem Punkt, dass wir alle diese Fragen klar beantworten können und uns zutrauen, alle Widerstände zu bewältigen. Wir wollen uns das Recht nicht nehmen lassen unser Familienglück zu leben, und fühlen uns ja selst eigentlich nicht anders oder sonderbar. Oma und Opa, Tante, Onkel, usw. können wir uns auch schon in ihren Rollen vorstellen.

Aber unsere Eltern scheinen da hinterherzuhinken… Es scheint, als würden sie gar nicht in die Richtung denken wollen. Und deshalb haben sie verständlicherweise viel zu wenige Stunden ihres Lebens damit verbracht, sich wichtigen Fragen zu stellen um eine realistische Einschätzung zu erreichen. Haben wir sie zu wenig in die Richtung geschubst? Warum? Bringen wir uns in Wahrheit selbst in diese Abseits-Haltung, weil wir das Darüber-Schweigen ermöglichen?
Warum muss über etwas, das ein solch wichtiger Teil unserer Lebensplanung ist, geschwiegen werden?

Eine große Ausnahme möchte ich nicht verschweigen- meine Schwiegermutter, die stets bemüht ist, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen, fragt seit Jahren nach, wie denn der Stand ist. Ihr ist klar, dass es früher oder später soweit sein wird. Auch wenn sie einst schon offen ihre Zweifel geäußert hat (schon das allein hat mich rasend gemacht!), mittlerweile stellt sie sich darauf ein und ich glaube, sie hat viel darüber nachgedacht, dass sie (dorfbekannt) in der Zukunft nicht nur ihre ihre lesbische Tochter in Homo-Ehe, sondern auch noch eine Regenbogenfamilie repräsentieren soll.

Und ich glaube, auch wenn viele Menschen betonen, weltoffen und tolernat zu sein- so unwichtig, wie Andere über uns denken, ist es uns nicht. Weder unseren Eltern -die generationsbedingt andere Ängste plagen- noch wir, die weiterhin von unseren Eltern lieb gehabt werden wollen- auch und gerade dann, wenn wir etwas tun was die Eltern aus ihrer Sicht nicht zu 100% unterschreiben würden.

Es ist schon etwas Trauer dabei, dass wir nicht selbstverständlicherweise nur die üblichen freudigen Reaktionen empfangen werden, wie das ein Hetreo-Paar meist haben würde.
Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas resigniere. Ich möchte nicht mehr diskutieren über Grundsatzfragen, mich bestimmten Argumenten nicht mehr stellen. Die Frau meines Vaters sagte jüngst plump, wir würden einem Kind von vornherein etwas vorenthalten (Vater) und das sei nicht zu verantworten. Aber nicht in einem ernsthaften, ruhigen Gespräch, sondern beiläufig, als wir das Thema nur schnitten. Ich habe beschlossen, meine Energien nicht dafür zu verschwenden. Ich erwarte von unseren Familien, dass sie sich auseinandersetzen, informieren, weil wir und ihre Enkel es wert sind, dass nicht nur ausgeblendet wird. Ich möchte mir nichts ausreden lassen, und daher kommt auch unsere bewusste Entscheidung, unsere Eltern erst mit Ihrer Großelternschaft zu konfrontieren, wenn das Enkelkind schon längst im Anmarsch ist.
Und ich denke, um die Freude werden sie früher oder später keinesfalls herum kommen :-).

Welche Erfahrungen habt Ihr zu erzählen?

Tick Tack Tick Tack… Der Countdown läuft!

Nachdem ich überwältigt bin über soviel Resonanz zu meinem letzten Post *Kinnlade langsam wieder hoch schieb* kann ich verkünden, dass der letzte Übungszyklus heute angefangen hat. Demnach prophezeit mir mein liebes App, MyDays, welches neuerdings grandios zuverlässig prophezeit (oder meine Mens ist eben neuerdings grandios regelmässig :D), dass DIE fruchtbaren Tagen, jene welche, zwischen dem 7. und 12. Januar 2013 liegen werden.

Ich bin da vielleicht auch ein bisschen fanatisch drauf, aber momentan bin ich nur am kontrollieren und durchrechnen und planen, und gedanklich durchgehen, und ich wünschte, es wäre schon anderhalb Zyklen später :-).

Nunja, auf jeden Fall heißt es jetzt noch ein letztes Mal, ab dem 10. Zyklustag die Ovu-Testorgie zu starten (natürlich zweierlei, denn nur einer wäre ja langweilig! Einmal Facelle von Rossmann, die Klassischen mit den zwei Streifen, und einmal Clearblue digital mit dem charmanten heteronormativen „Jetzt-bitte-losvögeln-Smiley“ *räusper*). Da mein Zyklus ja wohl (vielleicht zum letzten Mal? lach) wieder so brav und vorhersehbar sein wird, kann ich jetzt schon versichern, dass die Tage, an denen beide Tests gleichermaßen Alarm schlagen, zwischen dem 16. und 18. Zyklustag liegen werden. Das werden auch die Tage sein, an denen Zervix dies alles nochmal bestätigt, während meine Körpertemperatur auf alle Gesetzmäßigkeiten pfeift.

Zunächst habe ich per Hand Tabelle über meine Aufwachtemperatur geführt. Das hat mich so sehr genervt, dass ich mir ein Cyclotest Baby-Computer ersteigert habe, der eigentlich nichts taugt, außer Temperatur zu messen und diese zu speichern. Problematisch nur, dass ich dann festgestellt habe, dass meine Körpertemperatur von Tag zu Tag so dermaßen schwankt, dass es eigentlich verboten gehört -zumindest für jegliche Zyklusbeobachtungen völlig untauglich ist. Ende vom Lied ist, ich hab das gute Teil nun wieder weiter versteigert und dabei elf Euro mehr rausbekommen als zuvor ausgegeben, aber pssssst ;-).

Nach der Ovutestorgie wird dann also der Zyklus brav zuende gehen, der neue wird anbrechen, es wird DER Zyklus sein, in dem unser Babyprojekt startet, und wahrscheinlich wird alles, aber auch ALLES anders sein, wetten? Ich bin gespannt. Ich bin neugierig. Ich bin hibbelig und mache mir zuviele Gedanken und, und, und. Aber wahrscheinlich bin ich da einfach ne ganz normale Frau, die sich ein Kind wünscht! Eine stinknormale lesbische Frau, die mit ihrer besseren Hälfte eine Regenbogenfamilie gründet und ein Wunschkind plant, welches jetzt schon heiß und innig geliebt und herbeigesehnt wird…!

Hallo? Ist da weeer? :-)

Image

 

Mich würde nun schon einmal interessieren, ob sich der/ die ein oder andere heimliche Mitleser oder Mitleserin hierher verirrt hat, nachdem ich schon vereinzelt Kommentare von mir unbekannten Menschen erhalten habe (und mich natürlich tierisch drüber gefreut!).

 

Ich hab keine Ahnung, wie schnell, gut, schlecht und wo unser Blog zu finden ist… 😀

Aber es interessiert mich brennend, wer sich brennend für uns interessiert!

 

Falls da jemand ist- Sei mal mutig und poste einen Kommentar (gerne eigenen Blog, wenn vorhanden, mit angeben 🙂 ).

Bin gespannt!!!!

Warten…. und warten…. und warten….

Nachdem wir jetzt mit unserem Samenspender alles geklärt haben, heißt es nun warten auf den ersten Eisprung im neuen Jahr.
Wobei ich richtig glücklich bin, dass das alles so schnell über die Bühne ging! Das ist irgendwie auch nicht selbstverständlich, so schnell fündig zu werden.

Dabei belastet mich aktuell am meisten, dass wir uns noch im alten Jahr befinden.
Ich habe vieeel Zeit, mir Gedanken zu machen, ob dies oder das oder jenes so klappt und wann. Aber im Endeffekt bringts ja nichts. Wir werden sehen!

Viel schlimmer wird die Warterei eh noch werden, wenn wir jeweils inseminiert haben und auf den NMT, Nicht-Mens-Tag (oder vielleicht Doch-Mens-Tag?) warten. Dieser Ausdruck hat schon mal meine Stimme für das Wort 2013! 😉

http://www.urbia.de/archiv/forum/th-447808/NMT-Nicht-Mens-Tag-Haeaeaeaeaeaeaeae.html