Der (erwartete) Schock auf der Waage

Irgendwie kennen wir das vermutlich alle, wie sehr man sich selbst beschummeln kann.

Aus eigentlich gutem Grund habe ich mich seit Monaten, bestimmt an die zwei Jahre, nicht mehr auf die Waage gestellt.
Richtig schlank war ich selten im Leben, dafür kann ich von Zu- und Abnahmen (und wieder zurück) ein Lied singen. Ich hatte Phasen, da wog ich mich übermäßig viel und mein (Ess/Wiege-) Verhalten konnte man auf jeden Fall als gestört bezeichnen. Wurde auch alles behandelt- danach habe ich beschlossen, mich nicht mehr zu wiegen, denn dieses Ding sollte einfach keine Macht mehr über mich haben.
Soweit so gut, es ging mir auch tatsächlich besser. Allerdings wurde auch deutlich, dass die Kleidergrößen dadurch stetig und schleichend wieder nach oben gingen.

Heute war dann der große Tag. Ganz spontan beschloss ich, mich auf dieses Ding zu stellen. Denn es beschäftigt mich schon sehr!
Meine größte Angst ist, dass das schwanger werden einfach erschwert wird. Und natürlich sind die Risiken in der Schwangerschaft auch höher.
Mein Ziel war eigentlich vor dem Start des Inseminierens einige Kilos abzunehmen. Das ist mir aber nicht gelungen.

Jetzt hab ich die Zahl gesehen und so kann das nicht bleiben. Ich weiß aber auch, dass ich niiiiee wieder solche Extreme möchte wie früher.
Keine Fastenkuren, kein tägliches Wiegen, keine Radikalverbote. Zumal ich mir mit solchen Extremen eine Schwangerschaft abschminken kann.
Ich brauche vor allem Alternativen zu den Schoki-Sessions in der Mittagspause, abends und überhaupt. Und weniger Fett, wobei der Zucker sicher das größte Problem darstellt. Es wäre schon schön, wenn ich mal wieder etwas disziplinierter werden würde. Ein wenig, aber dauerhaft. Dann kann doch früher oder später gar nichts mehr schief gehen.

4 Gedanken zu “Der (erwartete) Schock auf der Waage

  1. Wie bekannt mir das vorkommt… 😉

    Mein Gewicht unterlag bisher auch immer – nennen wir es… Schwankungen. Von 47 kg mit 16 Jahren bis „deutlich mehr“ mit jetzt 22 Jahren war bei mir schon alles dabei. Mein Ziel ist es, wieder zurück ins Normalgewicht zu kommen. Also zu einem BMI von etwa 23 oder so. Davon trennen mich aktuell aber ganze 10 Kilo… 😦 Aber immerhin habe ich seit genau einem Jahr mein Gewicht gehalten. Das ist schon ein großer Erfolg, weil ich im Jahr davor ganze 10 Kilo zugenommen habe!

    Alternativen zu Schoki in der Mittagspause: Vielleicht ein ausgewogenes Mittagessen? 😉 Oder eben Obst statt Schoki. Das versucht meine Freundin in letzter Zeit umzusetzen, und teilweise funktioniert es auch. Und ansonsten hilft es hier bei uns, einfach keine Schokolade zu kaufen. Ganz konsequent: Es landet einfach nix süßes im Einkaufswagen. Wenn keine Schoki zu Hause ist, kann sie auch nicht gegessen werden 😉

    Bei uns muss sich jetzt dann aber auch wieder was ändern. Seit Weihnachten hat sich die ein oder andere Schokolade schon in den Einkaufswagen geschlichen – ganz unbemerkt, bis auf die Waage, die das komischerweise immer direkt merkt…

    Ansonsten gibt es bei uns hier zum Abnehmen immer gesundes Essen, viel Gemüse, normale Portionen und konsequent einfach NICHTS, wenn kein Hunger da ist. Damit funktioniert das Abnehmen immer recht gut…

    • Naja, ich bin eigentlich nahezu Profi, was mein Wissen angeht, wie ich es richtig machen kann. Und habe es auch immer wieder richtig gemacht.
      Ausgewogenes Mittagessen gibt es jeden Tag. Ich nehme die Schoki eher zum Stressabbau, Belohnung, Ritual… Total falsch, ich weiß… Würde mich da schon fast als süchtig bezeichnen. Sollte es jemand wagen, mir die Schoki wegzunehmen, kann ich für nichts garantieren. Ich brauch also erst mal einen Entzug ;-).

      • Wenn’s ohne Schoki eben nicht geht, würd ich die Menge einfach ein wenig reduzieren (Ich weiß ja nicht, um welche Menge es sich handelt – aber vielleicht reduzieren auf so 20 Gramm täglich?).
        Und ansonsten eben mehr bewegen, wenn auf die Schoki nicht verzichtet werden kann 😉

        Nicht genug Sport ist hier auch (mit) der Grund, weshalb die Waage so blöde Sachen anzeigt…

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