Für alle…

Für alle...

… die noch nicht am Ziel ihrer Träume sind. 🙂

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Die Nachuntersuchung

Heute morgen war mein Arzttermin.

Als ich vom Wartezimmer vor die Tür des Untersuchungsraumes gesetzt wurde, wurde ich erst mal sehr, sehr traurig. Denn es kam erst eine Hochschwangere mit Urinbecher vorbei, und im Zimmer wurde gerade bei einer Anderen die Schwangerschaft fest- und der Mutterpass ausgestellt. Ist etwas hellhörig, ja, zumindest wenn auf der anderen Seite der Tür eine Frau mit Fehlgeburt sitzt, die Elefantenohren bekommt. Seufz.

Naja, ansonsten war die Untersuchung eher ein Follikel-Monitoring als alles andere. Es war schnell klar, dass alles okay ist und nichts gegen eine Insemination diesen Zyklus spricht. Allerdings wird es noch ein paar Tage dauern bis das Ei springt, weil das größte Follikel im rechten Eierstock gerade 13 mm misst. Schleimhaut ist aber schon hochaufgebaut.

Sie kam mir heute ein bisschen neben der Spur vor. War erstaunt, dass mein Ovutest schon leicht ausschlägt (das tut er seit Montag- ist aber normal bei mir), sagte, wir könnten ein bisschen Monitoring in der 2. Zyklushälfte betreiben, oder auch nicht, müssen wir eigentlich nicht, aber wenn ich will schon… Sagte, ich könne noch Mönchspfeffer nehmen, oder auch nicht, oder doch… Sagte, man kann wenn es nicht klappt auch Clomifen geben, muss man aber eigentlich bei mir noch nicht, aber wenn ich will schon… Auf meine Frage, ob ich bei positivem Test Blut abnehmen soll bevor der erste Ultraschall ist, meinte sie, naja, es ist nicht so richtig repräsentativ, bringt eigentlich nicht viel, aber wenn ich will, dann machen wir es doch… Und so weiter… Erst war ich ein bisschen verunsichert, dann hab ich es aber mit Humor genommen. Wahrscheinlich will sie einfach viel mir überlassen.. Und wahrscheinlich findet sie uns als werdende Eltern einfach super spannend und will uns oft sehen… :-). Als ich reinkam sprach sie mich gleich an „Ach Hallo Frau XY, haben Sie heute einen Termin? Sind die 2 Wochen etwa schon rum?“….

Nun gut, ich werde mir zusätzlich zum Tee noch Mönchspfeffer holen und habe außerdem gleich ein Rezept für Utrogest bekommen, welches ich unterstützend nehmen kann, sobald wir einen positiven Test in den Händen halten. Auf weiteres Schallen werde ich erstmal verzichten. Ist ja terminlich bei mir super schlecht einzurichten. Wäre die Praxis hier um die Ecke und nicht 35 km entfernt, würde ich es mir vielleicht überlegen. Und Clomi kommt jetzt auch erstmal nicht in Frage. Wir haben ja gesehen, dass es funktioniert.

Brauche gedrückte Däumchen fürs Ei (oder Mehrere- ich habe eine leichte Neigung zur Mehreiigkeit… Ich weiß nicht, wie sie es genannt hat- Meine Frau hat fast der Schlag getroffen, als sie das gehört hat :D).

Erster Schritt…

… in Richtung weniger Stress! Check!

Ich habe heute einer Familie zum Ende Juli gekündigt, so dass ich ab August dann nur noch vier Kinder zu betreuen habe. Es gab immer wieder ein paar organisatorische Meinungsverschiedenheiten und insgesamt bin ich mit den Erziehungsmethoden (die ich dann, wenn es nach ihnen geht, auch anwenden soll) so gar nicht eins.

Das bemerkenswerte war, dass die Mutter meinte, sie wollten auch gerade kündigen. Und hätten sogar schon eine neue Betreuung ab August. Das entlastet mich zum einen, zum anderen stelle ich mir schon die Frage aus welchen Gründen sie nicht zufrieden waren.

Aber ehrlichgesagt- ich will es momentan gar nicht wissen. Es ist kurz nach dem Urlaub und ich geh schon wieder auf dem Zahnfleisch.

Ich sehne mich nach mehr Gelassenheit, weniger Kopfschmerzen, Stress und Streitereien. Uff.

ZT 12- ein Eisprung naht!

Tatsächlich hat heute der Ovutest das erste mal wieder eine ganz zarte Linie gezeigt. Es sieht also danach aus, dass wir irgendwann ab schätzungsweise Donnerstag oder ein paar Tage später inseminieren werden :-). Das ist tolli!

Wenn ich am Donnerstag meine Nachuntersuchung hab, kann unsere Ärztin ja beim schallen gleich mal schauen, was follikeltechnisch los ist.

Übrigens verarbeitet mein Unterbewusstsein brav alles was geschehen ist im Traum.

Ständig träume ich von Schwangerschaft, dass ich untersucht werde oder untersucht werden will, dass ich in einer Klinik allein mit meiner Frau entbinde und das Kind ist viel zu klein (etwa 10-15 cm), dass die Ärzte und Hebammen uns ignorieren und das Kind nicht untersuchen…. Dann stecke ich das viel zu kleine Kind in meine Hosentasche und trag es herum, leg es erst einen Tag später an die Brust an. Das Zimmer ist total dreckig und ich verlange einen Besen… Und so weiter und so fort. Naja, und einmal hab ich geträumt, ich mache an meinem Geburtstag (6. Juni) nen positiven SS-Test. Haut zwar rechnerisch nicht hin, aber ein schöner Traum wars. =)

Eine Woche danach

Uns gehts ganz gut.

Ab und zu krieg ich mal ’nen Melancholischen und verfalle in etwas Lethargie, aber das gibt sich dann schnell wieder. Ich bin erstaunt, wie gut ich die Fehlgeburt wegstecke. Es war noch kein Embryo. Wie sehr mir das hilft!

Wir warten und warten und warten auf irgendetwas eisprungartiges, auch wenn das natürlich noch gut dauern kann. Ich mach trotzdem schon mal alle zwei Tage nen Ovutest, weil ich es nicht verpassen will. Es fühlt sich an, als wäre alles ordnungsgemäß raus aus mir, ich blute auch seit 3 Tagen nicht mehr. In einer Woche wird nochmal untersucht.

Die Zeit fühlt sich an, als würde sie stehen. Noch viel schlimmer als sonst. Abwarten, Tee trinken. Wir sind so machtlos und klein dem großen, perfekten Plan des Lebens ausgeliefert und können nur hoffen!

Leer…

… passenderweise im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich fühle mich meinen Gefühlen und Gedanken gerade ausgeliefert. Weiß einfach nicht, was ich dagegen tun soll. Will auch nicht wirklich was dagegen tun, weil es dazu gehört.

Trotzdem unerträglich. Ich bin den ganzen Tag allein, aber fühle mich nicht imstande, etwas dagegen zu tun. Die Wohnung sieht verwahrlost aus, aber ich kann nichts dagegen tun. Würde am liebsten den ganzen Tag schlafen.

Ich will diese Gedanken gar nicht denken, es bringt mir nichts. Es wird keine Antworten geben. So ist es halt.

Ich will einfach nur gehalten werden :-(.

Fehlgeburt nach biochemischer Schwangerschaft

Nun sitz ich auf der Couch, für heute krank geschrieben und meine Gefühle wollen nicht so richtig raus aus mir. In erster Linie spüre ich gerade Erleichterung, nun Bescheid zu wissen. Der Rest kommt aber sicher irgendwie auch noch an die Oberfläche. In Nachhinein bin ich allerdings super froh, dass ich letzte Woche bei dieser doofen Ärztin war, das hat weh getan aber mich gut vorbereitet. Wäre ich nicht dort gewesen, hätte es mich aus heiterem Himmel getroffen.

Aber ich erzähl erstmal.

Gestern bzw vorgestern haben sich Schmierblutungen angekündigt, das hat mich etwas verunsichert, aber es musste ja noch nichts heißen. Ich wollte bis nächste Woche zum Termin am 22. Mai warten. Als die dann aber so stark wurden wie meine Mens immer ist (gestern Abend) und mehr als das (Nachts/ Frühmorgens) war mir irgendwie schon alles klar und ich dachte mir, dass mein Körper gerade seinen Job macht, und das, was die Ärztin letzte Woche als zu klein für 7. Woche gesehen hat, loswerden will, weil es wohl schon sehr früh aufgehört hat, sich zu entwickeln.

Kurz bevor die Kinder kommen sollten hab ich mich bei deren Eltern schnell krank gemeldet und gesagt, ich muss dringend ins KH. Das war auch zunächst die Überlegung. Aber wir entschlossen uns dann zu unserer Frauenarztpraxis zu fahren (haben einen Anfahrtsweg von 45 Min) und pünktlich zu Praxisöffnung schon dort auf der Matte zu stehen.

Als dann unklar war, ob meine Frau bei der Untersuchung dabei sein kann, weil es immer später wurde hat sie dann geregelt, dass sie später auf die Arbeit kommen kann. Danke dafür an meine Frau, denn eigentlich war das heute wegen einer privaten Sache eines Kollegen schwierig. Ich hab nur gemerkt, dass ich beim Warten immer mehr Panik bekommen habe beim Gedanken, das allein bewältigen zu müssen. Und DANKE auch für Deinen trockenen Humor, den ich so gut verstehe weil er auch in mir lebt und der tröstlich ist, weil ich weiß, es ist Deine Art mich zu trösten. Ich bin auch sicher, Deine Theorie, die Du aufgestellt hast, stimmt!

Meine (unsere) Frauenärztin war gewohnt lieb und einfühlsam und das war Balsam für die Seele (insbesondere, dass sie so offen und selbstverständlich mit uns als Frauenpaar und der Zeugungsmethode umgeht). Sie hat sich verdammt viel Zeit genommen und ganz viel Ruhe ausgestrahlt. Nachdem sie ihre Vermutung einer Fehlgeburt am Anfang geäußert hatte machte sie einen Ultraschall und erklärte uns alles. Man hat gesehen, dass das Ei vom linken Eierstock gesprungen ist, weil man deutlich Gelbkörper sehen konnte. Und dann hat sie noch etwas 10 mm grosses gesehen und gesagt, dass es kein Embryo war, sondern schon vorher aufgehört hat, sich zu entwickeln. Das ist wirklich ein sehr tröstliches Gefühl für mich. Der hcg-Wert, der letzte Woche im Blut war, war extrem niedrig. 174 glaub ich, und sie sagte, erst ab 1000 in etwa kann man überhaupt eine Fruchthöhle sehen.

Ich bin traurig, aber es hätte um einiges schlimmer sein können. Mein Instinkt letzte Woche, zu einer Untersuchung gewollt zu haben, war richtig. Es hat mich vorbereitet. Und ich hab weder Mutterpass gehabt noch ein schlagendes Herzchen gesehen, das erleichtert es doch ungemein.

Und sie sagte, es spreche nichts dafür, dass eine Ausschabung notwendig sei. In 14 Tagen kontrolliert sie nochmal. Wahrscheinlich regelt mein Körper das nun selbst. Bin total dankbar, dass mir das aller Voraussicht nach erspart bleibt, das war nämlich meine Horrorvorstellung.

Eine Sache betonte die Gyn noch, und es sprach mir aus dem Herzen. Wie schön es für mich trotz alle dem ist, gesehen zu haben, dass ich grundsätzlich schwanger werden kann. Das heißt, es wird wieder passieren können und dann hoffentlich gut gehen. Dazu muss ich sagen, dass ich früher eine Frauenärztin hatte, die gerne mögliche Fruchtbarkeitsstörungen in den Raum geworfen hat (Bei meiner Schwester übrigens auch). Das hat mich total in Panik versetzt und trotz mehrfacher Hormontests Ultraschalls, Zuckertests, die immer in Ordnung waren hat mich die Vorstellung nie losgelassen, dass vielleicht etwas nicht hinhauen könnte.

Noch ein paar unschöne Details. Als ich eben auf der Toilette war kam etwas im Ganzen raus, was bedeutend gewesen sein muss. Ein in sich noch intaktes hüllenartiges Schleimhautstück, im Wesentlichen ca. 3 cm Durchmesser.

Ich weiß, dass ich nicht dauerhaft so gefasst sein werde wie jetzt gerade, ich stell mich darauf ein. Dass ich heute krankgeschrieben bin und Montag frei ist, kommt mir entgegen. Aber wir wollen es so schnell wie möglich weiter versuchen. Ab dem 10. Tag kann ich mal auf gut Glück Ovutests machen, sagte die Ärztin, auch wenn man nicht weiß, ob jetzt überhaupt ein (guter) Eisprung kommt oder erst nach der nächsten Mens. Und in der Zeit wird dann auch nochmal die Untersuchung sein und wir wissen, ob alles gut ist und grünes Licht gegeben werden kann.

Werde dann wohl mal nun unseren Spender kontaktieren. *seufz*

Danke Euch allen für Eure lieben Kommentare und Eure Anteilnahme. Das gibt erstaunlich viel Kraft dazu!!!

Wer nachlesen wollen würde- hier die Definition für biochemische Schwangerschaft: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/BiochemischeSchwangerschaft

Zwischenstand

Gerade habe ich den Termin für morgen abgesagt. Sonderlich scharf darauf sind wir nicht, jetzt noch jemand weiteres ins Boot zu holen. Die paar Tage halten wir aus, und sollte doch etwas nicht stimmen, so wird es auch nächsten Mittwoch noch so sein. Danke für Eure Meinungen. 🙂

Ansonsten hatte ich heute Nacht einen Traum. Ich hab ständig meine Frauenarztpraxis gewechselt, weil menschlich gesehen irgendwie immer wieder Sachen vorgefallen sind, mit denen ich nicht klarkam und dann kein Vertrauen mehr hatte. Auf einmal war ich dann im sechsten, siebten Monat und bin durch verschiedenste Krankenhäuser gestreunert, die Ärzte und Schwestern anflehend, irgendjemand möge doch jetzt endlich mal nachsehen, ob es meinem Baby gut geht. Ich sehe darin aber kein verstecktes Zeichen des Unterbewusstsein, wirklich dringend zu einer Untersuchung zu sehen. Ich merke einfach wie sehr mich das letzten Freitag mitgenommen hat. Noch eher als das WAS, war es allerdings das WIE- diese Ärztin und wie sie total unherzlich und kühl am abfertigen war.

Allgemein gesehen gehts ganz gut. Ich bin froh, dass meine Arbeit gerade nicht so viel Stress verursacht und hoffe, das bleibt ne Weile so. Auch wenn meine Frau mir viel abnimmt, wenn sie zuhause ist, macht mir aber das ständige Heben der Kinder ein etwas mulmiges Gefühl. Kinder rein in die Stühle, Kinder raus aus den Stühlen. Kinder auf den Wickeltisch, Kinder runter vom Wickeltisch. Kinder rein ins Bett, Kinder raus aus dem Bett. Ich versuch schon, wenn ich dann allein bin, so eng wie möglich am Körper zu tragen und zu heben. Hm. Ich beobachte es und befrag meine Gyn dazu.

Was Beschwerden angeht geht es mir gerade recht gut. Ich hab bloß verinzelt mal pieksen im Unterleib oder in den Brüsten, ab und an mal Sodbrennen und flaues Gefühl im Magen. Ich fröstel ziemlich rum und müde und erschöpft war ich sowieso in meinem ganzen bisherigen Leben immer. Keine Blutung, das ist die Hauptsache.

Aber ich glaub das alles erst, wenn ich mich in einer Woche selbst davon überzeugen kann. Ist einfach viel zu irreal. Schwanger sein? Ich? Ich dachte immer, sowas könnten nur andere :-D.