Erster Schritt…

… in Richtung weniger Stress! Check!

Ich habe heute einer Familie zum Ende Juli gekündigt, so dass ich ab August dann nur noch vier Kinder zu betreuen habe. Es gab immer wieder ein paar organisatorische Meinungsverschiedenheiten und insgesamt bin ich mit den Erziehungsmethoden (die ich dann, wenn es nach ihnen geht, auch anwenden soll) so gar nicht eins.

Das bemerkenswerte war, dass die Mutter meinte, sie wollten auch gerade kündigen. Und hätten sogar schon eine neue Betreuung ab August. Das entlastet mich zum einen, zum anderen stelle ich mir schon die Frage aus welchen Gründen sie nicht zufrieden waren.

Aber ehrlichgesagt- ich will es momentan gar nicht wissen. Es ist kurz nach dem Urlaub und ich geh schon wieder auf dem Zahnfleisch.

Ich sehne mich nach mehr Gelassenheit, weniger Kopfschmerzen, Stress und Streitereien. Uff.

5 Gedanken zu “Erster Schritt…

  1. Das hört sich an, als seist du Tagesmutter?! Wenn das so ist, kommen wir ja aus ähnlichen Bereichen. 😉
    Stress mit Eltern und deren Erziehungsmethoden kenn ich nur zu gut! 😦
    Freu mich für dich, dass du schonmal einen kleinen Haken an deinen *weniger Stress* Punkt machen konntest! Wenn das bei mir mal auch *so einfach* (ich weiß, dass ist es wahrlich nicht!) wäre…

    • Ja, ich arbeite als Tagesmutter bei uns zuhause und betreue fünf Kinder, alle geboren 2011! 🙂
      Bist Du Erzieherin, bzw. arbeitest mit Kindern in einer Einrichtung?

      Achja, Stress mit den unterschiedlichsten Eltern hab ich schon so viel durch in der kurzen Zeit (1 Jahr am 1.6.)… Die haben aber manchmal auch Vorstellungen… Wahnsinn!!! Und die Leidtragenden sind sooo oft die Kleinen. Man darf gar nicht drüber nachdenken.

      Ich habe den „Weniger-Stress-Haken“ in diesem Fall wochenlang, monatelang vor mir hergeschoben, habe immer argumentiert, dass ich eben fünf Kinder brauche, und dass ich mich einfach ändern muss, lernen muss, belastbarer zu werden. Dass ich mich doch nicht trennen kann. Aber um welchen Preis ständig am Ende sein?! Nun habe ich mich durchgerungen und das Previleg, welches ich habe, auch ausgekostet. Selbst entscheiden dürfen, mit welcher Familie ich wie lange zusammenarbeite. Und nun haben wir vielleicht ein paar Euro weniger, aber ich hoffe, es wird nun besser.
      Zum schwanger werden und bleiben ist es ja auch wichtig, dass es mir einigermaßen gut geht, und das hat erstmal Priorität. Außerdem will ich ja auch eine gute Tagesmutter sein und das kann ich unter Stress nicht! Zumindest werde ich meinen eigenen Maßstäben dann nicht gerecht. Und meine Frau leidet auch mit. Hat ja schließlich selbst wenn sie maaal frei hat (das ist immer unter der Woche) nie wirklich frei, im Gegenteil.

      Ich hoffe, dass Du auch Wege findest, Stress loszulassen.
      Bin da auch noch nicht am Ende. Eigentlich will ich nen Meditationskurs machen. Wenn ich nur abends nicht so fertig wäre, um noch irgendwas außerhalb von daheim hinzukriegen *lach*….

  2. Ja, ich bin Erzieherin und arbeite inzwischen seit fast 8 Jahren im Kinderheim, in einer Kriseninterventions- und Diagnosegruppe. Dementsprechend weiß ich natürlich genau, was du meinst, wenn du sagst, dass die Kinder die Leidtragenden sind, wenn Eltern irgendwie „quer“ sind… Habe schon echt viel gesehen und erlebt in der Zeit. 😦
    Wieso hat deine Frau denn immer unter der Woche frei? Die Arme, dann auch noch den Stress zu Hause! 😉 Obwohl ich von Wochenend- und Feiertagsdienst natürlich ein lied singen kann…
    Ich habe schon gaaaaanz oft daran gedacht den Bereich zu wechseln, dadurch weniger Wochenenden arbeiten zu müssen, vielleicht ganz aus dem Wechselschichtdienst raus. Aber dann wird mir immer bewusst, dass ich nunmal Hauptverdiener bei uns bin. Und über die letzten zwölf Jahre Beziehung haben sich unsere Standarts ganz schön gehoben. 😉 Und wer will schon freiwillig zurückschrauben?! Es steht aber auch fest für mich, dass sobald ein Kind da ist, ich nicht mehr meine volle Stelle arbeiten werde. Habe eh nur einen Vertrag auf 80% und arbeite wegen des hohen Bedarfs voll. Ich werde dann auf 80% zurückgehen. Spart mir an Stunden zwar nur ca. einen kompletten Spät-Nacht-Frühdienst, aber immerhin einer weniger im Monat! 😀
    Aber für 5 Kinder aus dem Jahr 2011 hast du meine absolute Bewunderung. Wie schaffst du das nur? 😉

    • Kriseninterventionsgruppe- wow, das klingt nach hartem Tobak. Welche Altersgruppen hast Du?
      Ich kenn das mit dem Standard, zurück will man echt nicht mehr… :-/.
      Naja, meine Frau hat nicht die ganze Woche frei, aber wenn, dann unter der Woche. Sie hat Ihr Herzblut der Gastronomie gewidmet und ist eine Halbgöttin in weiß.

      Wie schaff ich das nur? Wie man sieht, nicht gut. Aber manchmal frag ich mich schon auch… Wie soll ein Mensch diesen Lärm und vieles mehr, was der Job mit sich bringt ertragen.. 53 Stunden die Woche…? Ruhig bleiben, ruhig bleiben! 😀

      • Wir haben inzwischen nur noch Kinder ab dem Grundschulalter. Als ich dort angefangen habe, hatte wir Kinder ab 2 Jahre bis 12 Jahre. Die bleiben bei uns für ca. 6 Monate, in denen wir ein Gutachten erstellen, um festzustellen, wo der beste Lebensort für die Kids wäre und was für Bedingungen dort herrschen müssen (auch wenn es zu den Eltern zurück gehen sollte).
        Gastronomie? Auch kein leicht verdientes Brot. Respekt!
        Und ja, der Lärm ist nicht zu unterschätzen in unserem Arbeitsfeld, aber wir haben uns ja dafür entschieden, nicht wahr?! Früher hat mir Sport unheimlich beim Ausgleich geholfen, inzwischen fehlt mir dazu meist die Energie. Unsere vielen (Wochenend-) Trips sind für mich wunderbar zum Abschalten. 🙂

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