Die Nachuntersuchung

Heute morgen war mein Arzttermin.

Als ich vom Wartezimmer vor die Tür des Untersuchungsraumes gesetzt wurde, wurde ich erst mal sehr, sehr traurig. Denn es kam erst eine Hochschwangere mit Urinbecher vorbei, und im Zimmer wurde gerade bei einer Anderen die Schwangerschaft fest- und der Mutterpass ausgestellt. Ist etwas hellhörig, ja, zumindest wenn auf der anderen Seite der Tür eine Frau mit Fehlgeburt sitzt, die Elefantenohren bekommt. Seufz.

Naja, ansonsten war die Untersuchung eher ein Follikel-Monitoring als alles andere. Es war schnell klar, dass alles okay ist und nichts gegen eine Insemination diesen Zyklus spricht. Allerdings wird es noch ein paar Tage dauern bis das Ei springt, weil das größte Follikel im rechten Eierstock gerade 13 mm misst. Schleimhaut ist aber schon hochaufgebaut.

Sie kam mir heute ein bisschen neben der Spur vor. War erstaunt, dass mein Ovutest schon leicht ausschlägt (das tut er seit Montag- ist aber normal bei mir), sagte, wir könnten ein bisschen Monitoring in der 2. Zyklushälfte betreiben, oder auch nicht, müssen wir eigentlich nicht, aber wenn ich will schon… Sagte, ich könne noch Mönchspfeffer nehmen, oder auch nicht, oder doch… Sagte, man kann wenn es nicht klappt auch Clomifen geben, muss man aber eigentlich bei mir noch nicht, aber wenn ich will schon… Auf meine Frage, ob ich bei positivem Test Blut abnehmen soll bevor der erste Ultraschall ist, meinte sie, naja, es ist nicht so richtig repräsentativ, bringt eigentlich nicht viel, aber wenn ich will, dann machen wir es doch… Und so weiter… Erst war ich ein bisschen verunsichert, dann hab ich es aber mit Humor genommen. Wahrscheinlich will sie einfach viel mir überlassen.. Und wahrscheinlich findet sie uns als werdende Eltern einfach super spannend und will uns oft sehen… :-). Als ich reinkam sprach sie mich gleich an „Ach Hallo Frau XY, haben Sie heute einen Termin? Sind die 2 Wochen etwa schon rum?“….

Nun gut, ich werde mir zusätzlich zum Tee noch Mönchspfeffer holen und habe außerdem gleich ein Rezept für Utrogest bekommen, welches ich unterstützend nehmen kann, sobald wir einen positiven Test in den Händen halten. Auf weiteres Schallen werde ich erstmal verzichten. Ist ja terminlich bei mir super schlecht einzurichten. Wäre die Praxis hier um die Ecke und nicht 35 km entfernt, würde ich es mir vielleicht überlegen. Und Clomi kommt jetzt auch erstmal nicht in Frage. Wir haben ja gesehen, dass es funktioniert.

Brauche gedrückte Däumchen fürs Ei (oder Mehrere- ich habe eine leichte Neigung zur Mehreiigkeit… Ich weiß nicht, wie sie es genannt hat- Meine Frau hat fast der Schlag getroffen, als sie das gehört hat :D).

13 Gedanken zu “Die Nachuntersuchung

  1. 🙂 Meine Daumen sind gedrückt! Wir wohl in den nächsten Tagen soweit sein. Ich wünsche euch, dass es schnell wieder klappt!!! 🙂

  2. Meine Daumen sind auch gedrückt! 😀

    Ich habe 1 Jahr lang Mönchpfeffer genommen, um meinen Zyklus zu regeln, bzw. ihn regelmäßiger und gleichmäßig lang/kurz zu machen: Hat bei mir leider gar nix gebracht! Also hab ich ihn wieder abgesetzt. 😉

    Was die Hellhörigkeit in der Praxis angeht, kann ich das gut nachvollziehen. Ist bei uns auch so. ICh kriege zum einen immer ein breites Grinsen ins Gesicht, wenn ich den Wehenschreiber und den Herzmonitor höre, zum anderen erfasst mich jedesmal eine kleine Melancholie, weil’s bei uns noch nicht soweit ist. Aber aus deiner Perspektive mag ich es mir gar nicht vorstellen… Ich bin so unheimlich nahe am Wasser gebaut…

    Aber gut, dass dein Körper alles von alleine geregelt hat und jetzt schon wieder ein Eisprung bevorsteht. 😀

    Die Sache mit der *Mehreiigkeit* und den Schock deiner Frau darüber kann ich verstehen. Für uns war das auch immer eine „Horrorvorstellung“, aber nachdem wir es nun schon so lange probieren… 😉 Besser 2 als keins! Hihi!

    • Naja, mal schauen mit dem Mönchspfeffer… Frei nach dem Motto „viel hilft viel“ :D.

      Ich denk immer, man kann es sich ja doch nicht aussuchen. Ein Kind, Zwillinge, Drillinge, gar keins, gesund oder behindert. Wir müssen nehmen und werden nehmen, was kommt! Lebensfähig wäre echt nett, gesund noch besser, am wichtigsten, dass es alles hat, damit es irgendwann glücklich sein kann.

  3. Das klingt doch alles ganz gut! Natürlich ists blöd, wenn in dieser Situation irgendwelche glückliche Schwangere rumlaufen (was ich z.B. nicht ertrage: Schwangere, die dann auch noch sagen „Es ist einfach so ungeplant passiert!“)…
    Von dem her: Auf dass ein supergutes Eilein bald springe!

    • Tja, eine Frauenarztpraxis ist natürlich auch eine Hochrisikozone, was Schwangere angeht. *gg* Lieber seh ich glückliche Schwangere, als die, die es nicht richtig wertschätzen können- aber das sind sicher nur ganz ganz wenige.
      Ist schon ungerecht zu sehen, wie manche Paare jahrelang kinderlos bleiben und sich abkämpfen und manch Andere vermehren sich (ungewollt) wie die Kannickel…

      • Bei mir hilft Mönchspfeffer aber nur wenn man es an keinem Tag vergisst. Wie kann sie das sehen mit der Neigung zu mehreren Eiern? 🙂 Sind ja tolle Neuigkeiten. Ich drück die Daumen für den Sprung des Eis oder der Eier!

      • Naja, im Ultraschall hat man gesehen, dass da noch andere Follikel waren, die aber nicht ganz so groß waren wie das, was wohl springt. Aber wenn man irgendwann mal Pech (sagt der Pessimist) oder Glück (sagt der Optimist) hat, na dann… :D. So intepretier ich das zumindest.

        Ach und der Mönchspfeffer, joah, mal sehen. Aber das gilt ja eigentlich für alle Substanzen- wenn man sie nicht regelmäßig genug nimmt, können sie nicht gut wirken.

  4. Die Ovutests haben sich jetzt auch von den weisen Worten der Gyn beeindrucken lassen und zeigen sich etwas zögerlich. Ich will es nun hinter mich bringen!!! Sonntag, liebes Follikel? Wie wäre es mit Sonntag? Oder Montag und inseminieren am Sonntag? Das ist so viel entspannter als unter der Woche!

  5. Also wir haben auch sehr lange an unserem Nachwuchs gebastelt und mit Mönchspfeffer hat’s dann endlich geklappt. Mir hat mein Frauenarzt Agnofem zur Zyklusregulierung empfohlen und dadurch habe ich mir mit der Bestimmung der fruchtbaren Tage viel leichter getan. Nach sehr unregelmäßigen Zyklen von 26 bis hin zu 41 Tagen hatte ich nach einer fünfmonatigen Einnahme dann einen Zyklus von 27/ 28 Tagen, was ja eigentlich dem Ideal entspricht. Jetzt bin ich im sechsten Monat schwanger und kann es kaum erwarten, bis das kleine Ei schlüpft 😉
    Ich drücke dir auf deinem Weg ganz fest die Daumen und mit ein bisschen Geduld und Disziplin wird es garantiert klappen. Lass dich nicht entmutigen, gut Ding braucht Weile!

    • Vielen lieben Dank 🙂 . Du hast so recht. Darf ich fragen, wie lange Ihr versucht habt bis Du dann Mönchspfeffer genommen hast und bis Du dann schwanger wurdest?

  6. Also wie schon beschrieben, hatte ich nach etwa fünf Monaten einen sehr regelmäßigen Zyklus, woraufhin die Bestimmtung des Eisprungs in Kombination mit Temperatur und Zervixschleim messen dann sehr genau war. Außerdem war mein Zyklus nur mehr an die 27 Tage lang und hat nicht mehr 41 Tage gedauert – also öfter Chancen, schwanger zu werden!
    Nachdem also der Zyklus wieder richtig regelmäßig war, hat es noch zwei Monate gedauert, bis der Test dann ENDLICH positiv war – insgesamt hat es für uns also sieben Monate gedauert, bis wir mit Hilfe von Mönchspfeffer endlich schwanger wurden. Also falls du am Anfang noch keine Verbesserungen bemerkst, lass dich nicht entmutigen, sondern mach einfach weiter! Pflanzliche Heilmittel brauchen nun mal oft mehr Zeit als herkömmliche Medikamente, um ihre Wirkung zu entfalten. Dafür sind sich auch absolut unbedenklich und gefährden dein Baby nicht.
    Toi, toi, toi für euer kleines Wunder!

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