Zweitausenddreizehn

Zweitausenddreizehn. 2013.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Grund genug, noch einmal zurück zu blicken. Das Fazit lässt sich schon vorher ziehen. Es war ein überwiegend gutes Jahr für uns! Denn ein neues, kleines, herbeigesehntes Familienmitglied hat sich auf den Weg zu uns gemacht! 🙂

Januar 2013:

Lange war geplant, diesen Monat mit dem inseminieren anzufangen. Dank unserem zuverlässigen Spender kann dies auch pünktlich starten. Einen Versuch im Zyklus kommt er zu uns, den zweiten Versuch fahren wir in seine Stadt und treffen uns im Hotel. Spannende Zeit! Werde ich so schnell nicht vergessen :-). Wir gehen es relativ entspannt an und schauen, was passiert.

Parallel sind wir (okay, zugegebenermaßen eher ich) kräftig am shoppen fürs Wunschkind. Wir schauen uns auch schon nach dem passenden Kinderwagen um.

März 2013:

Beruflich läuft es bei mir sehr gut. Ich bin „ausgebucht“, aber ich merke allmählich und leise auch, dass mir langfristig weniger Arbeit auch gut tun könnte.

Die Insis laufen so vor sich hin….

Mai 2013:

Über unseren zweiten Hochzeitstag reisen meine Frau und ich nach Tunesien und verbringen dort eine sehr schöne Zeit. Dies wird gekrönt durch einen positiven Schwangerschaftstest! Wir sind ganz beschwingt und können es kaum glauben, was da in mir vorgehen soll. 🙂

Meine Frau hört nach 16 Jahren auf mit dem Rauchen!!!

Wieder zuhause wollen wir nicht so lange bis zum ersten Gyn-Termin warten und gehen in der 6. Woche mit dem Vorwand „Schmerzen“ zur Vertretung. Schnell folgt die Ernüchterung: Diese findet nicht mal mehr eine Fruchthöhle im Ultraschall. Wenig später geht das Etwas komplett von allein ab (dankbar, keine Ausschabung!), ich schaue es mir genau an. Meine Gyn sagt, dass wohl irgend eine ungünstige genetische Kombi die weitere Entwicklung verhindert hat.

Wir trauern kurz und heftig und entschließen uns dennoch, ohne Pause gleich weiter zu inseminieren. Medizinisch spricht nichts dagegen. Der Spender, wie immer, allzeit bereit.

Außerdem sind Anfang Mai zwei Babys im Freundeskreis geboren worden :-).

Juni 2013:

Am 9. Tag nach der Insi zeigt ein aus Jux und Dollerei gemachter Frühtest positiv an! Ungläubig. Aber es bestätigt sich und auch die hcg-Blutwerte steigen an, wie sie sollen. Wir sind vorsichtig froher Hoffnung, wenn auch die Angst mit schwingt.

Die Ärzte raten mir, mich bis zur 13. Woche zu schonen und die Arbeit niederzulegen. Damit tue ich mich wegen Selbstständigkeit und drohendem Verdienstausfall schwer. Unterdessen trenne ich mich aber ohnehin von einem Teil meiner Arbeit und hoffe, dass der Stress weniger wird.

Juli 2013:

Erster Ultraschall, das Herzchen schlägt! Wir sind glücklich! Ich leide auch nicht unter Übelkeit, was mir gut gefällt.

Nach ein paar Wochen überwiegt eine Stimme in mir, die sagt, dass ich Prioritäten setzen will und mich nun krank melden sollte. Fünf Wochen arbeite ich nicht und das Geld wird das erste Mal knapp.

August 2013:

Die ersten drei Monate sind überstanden! Wir atmen langsam auf.

Nach der Jobpause mache ich die Schwangerschaft in der 14. SSW öffentlich und nach und nach trudeln die Kündigungen der Betreuungsverträge ein. Nun steht fest: Ab dem 1. November werde ich gar kein Einkommen mehr haben. Damit beginnt eine schwere Zeit mit vielen Existenzängsten und der Suche nach Möglichkeiten. Fast zeitgleich wird meine Frau zumindest in die Führungsposition befördert. Das bedeutet noch weniger gemeinsame Zeit, aber auch eine klitzekleine finanzielle Entlastung, obwohl das optimistisch ausgedrückt ist.

Wir offenbaren die Schwangerschaft nun auch unseren Eltern und bekommen grundsätzlich positive Reaktionen. Der Kontakt zu meinem Vater bekommt kurze Zeit später noch mal einen Knacks, weil er nicht verstehen kann, dass wir die Fehlgeburt mit uns ausgemacht haben und er nicht erfahren hat, was in meinem Leben passiert ist.

September 2013:

Nach 2 Jahren Funkstille nehme ich wieder Kontakt zu meiner Mutter auf. Mini Me und sie sollen Kontakt haben.

Oktober 2013:

Schon vor der Finanzmisere gebucht, treten wir unseren letzten Paarurlaub nach Mallorca an, das tut unserem Energiehaushalt gerade in diesen Zeiten noch mal ganz gut!

Beim jährlichen Besuch des Weinfestes im Heimatdorf meiner Frau erfahren auch die letzten Bekannten, dass wir Eltern werden. Den Babybauch kann man jetzt auch deutlich sehen :). Die Reaktionen sind erfreulich.

Ende Oktober erfahren wir, dass Mini Me ein Junge wird und meine Frau freut sich riesig, denn das war ihr großer Wunsch.

Ende Oktober ziehen wir in eine kleinere Wohnung ganz in der Nähe (selber Häuserkomplex), da wir uns die große 3ZiWo mit Dachterrasse nicht mehr leisten können. Aber die 2ZiWo ist schön und großzügig und das (räumliche) Vorbereiten auf die Zeit mit Baby kann los gehen.

November 2013:

Mein Vater und ich nähern uns glücklicherweise wieder an.

Gleichzeitig steht fest, dass wir keinen Anspruch auf Wohn-/ Arbeitslosen-/ Mutterschaftsgeld haben. Wir stellen einen Antrag bei einer MutterKindStiftung auf Unterstützung zur Erstausstattung und warten auf bessere Zeiten. Besser wird es dann, wenn Elterngeld fließen wird.

Schwiegereltern schenken uns den Kinderwagen und den bestellen wir nun auch (+ Autositz + Isofixbase).

Ich bekomme die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes und muss anfangen, Insulin zu spritzen.

Dezember 2013:

Das dritte Trimester hat begonnen. Es geht in die heiße Phase, in der alles etwas beschwerlicher wird!

Wir verbringen schöne Weihnachten bei uns zuhause zusammen mit meiner Schwester und meinem Vater.

Und heute freuen wir uns auf den Silvesterabend und dass das Jahr 2014 beginnt, das Geburtsjahr unseres Sohnes.

Wir wünschen Euch allen ein glückliches neues Jahr 2014. Kommt gut rein.

Wenn gewünscht: Werdet schwanger, bleibt schwanger, werdet Eltern, bleibt Eltern und bleibt uns treu :-).

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Buchtipps zur Schwangerschaft & Co

Heute will ich Euch mal ein paar meiner Bücher aus meinem Regal vorstellen, die ich für empfehlenswert halte.

1. Rachel McKenna- Ich freue mich auf Dich Mein Schwangerschaftstagebuch, Knesebeck Verlag, 14,95 €

Ich liebe dieses Buch, es ist hochwertig verarbeitet und ästhetisch gestaltet, man kann viele Fotos einkleben und die Zusammenstellung finde ich einfach sehr gelungen. Aber eher mehr Platz um Lücken auszufüllen, weniger für eigene Texte.

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2. Peter Tallack- Wie ein Baby entsteht. Die Entwicklung von der Empfängnis bis zur Geburt in sensationellen Bildern, Nymphenburger Verlag, 9,99 €

Total genialer und handlicher Bildband, der nicht nur wissenschaftliches Fachgedöns als Begleittexte bietet, sondern wirklich verständliche und super interessante Texte, was da gerade in der Entwicklung passiert. Für den Preis ist dieses Buch der Megakracher, echt!

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3. Gerard Janssen- Schwangerschaftsbuch für Männer, Coppenrath Verlag, 9,95 €

Okay, leicht klischeehaft wird hier dem Partner Woche für Woche das wichtigste vermittelt und mit lustigen Bildern unterstützt. Für Männer und auch für Frauen, die eher in männlichen Denkmustern denken, ist es ebenso informativ wie unterhaltsam.

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4. Ildikó von Kürthy- Unter dem Herzen, Ansichten einer neugeborenen Mutter, rowohlt Verlag, 14,95 €

Hab ich mir zu Weihnachten gewünscht und bekommen, soll super klasse sein, daher empfehl ich es einfach schon mal! 😉

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5. Ina May Gaskin- Die selbstbestimmte Geburt, Handbuch für werdende Etern, Mit Erfahrungsberichten, Kösel Verlag, 19,99 €

Hab ich selbst empfohlen bekommen mit dem Hinweis, das muss ich uuuunbedingt lesen! Das ist fast schon eine Art Bibel für Frauen, die angstfrei und selbstbestimmt in die Geburt gehen wollen und alternativen Methoden nicht ganz abgeneigt sind. Wer denkt, Geburt soll so natürlich wie möglich bleiben, ob im KH oder nicht, der kann davon echt profitieren. Stärkt auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, anstatt Angst zu machen. Ina May Gaskin ist eine ganz alte Hebamme aus den USA, die dort auf einer Farm mit anderen Hebammenkolleginnen vielen Erdenbürger auf die Welt geholfen hat. Nur das „Motiv“ auf dem Cover finde ich persönlich superdämlich :D.

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6. Sibylle Lüpold- Stillen ohne Zwang, rüffer & rub Verlag, ca 25 €

Dieses Werk wollte ich unbedingt haben und habe es noch nicht gelesen, werde bei Gelegenheit aber berichten. Ich selbst will ja unbedingt stillen und finde es gibt nichts besseres- aber finde diesen Druck so enorm, der gesellschaftlich vor allem von militanten Stillmuddis ausgeübt wird. Da wird, ohne die Hintergründe zu kennen, jede sofort verteufelt, die ihrem Baby die Flasche gibt. Hatte einfach keine Lust auf ein Buch, dass zwischen den Zeilen schon andeutet, dass man seinem Kind egoistisch weiß Gott was vorenthält und es dann nicht gesund sein/ bleiben kann, wenn Frau nicht stillen will oder kann. Freue mich also darauf, es zu lesen.

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Die 31ste

Wie mein Körper sich fühlt: Will nicht jammern, aber es ist soooo anstrengend ;-). Fühle mich im Bett wie ein Käfer auf dem Rücken, beim gehen und stehen schmerzen meine Füße wie nie, wenn ich mich bücke (auch Schuhe anziehen) wird mir schlecht, ich bekomme Kreislauf, nen roten Kopf, quetsche das Baby ein und mein Körper schreit „Tu das nicht!“. Beim Aufstehen aus dem Sitzen streiken mein Becken, mein Rücken, meine Füße in fröhlicher Zusammenarbeit. Beim spazieren gehen watscheln hab ich Seitenstechen und annähernden Fußtod. Beim vermeintlich unspeltakulären „Aufstoßen“ kommt mir regelmäßig Mageninhalt/säure hoch. Meine Handgelenke tun immer mehr wieder tagsüber weh, so dass ich aufschreien muss. Doch, ich will jammern!!! 😀 Mein morgendlicher Nüchternzuckerwert ist übrigens trotz 40 Einheiten (Basal)Inulin am Abend noch um einiges zu hoch. Tagsüber klappt es besser, aber da spritze ich nun auch 3 mal täglich. Mini Me will hoch hinaus, gestern habe ich den Fundusstand getastet und der ist schon gefährlich weit in Rippennähe. Mein Magen hat sich übrigens nach rechts verkrümelt und mein Darm wohl nach links bis weit oben, dort gluckert es öfters verdächtig.

Wie meine Seele sich fühlt: Ziemlich entspannt. Wow. Dass ich das erlebe.

Was es Neues gibt: Wir haben nette Weihnachten verbracht, meine Schwester und mein Vater waren da (sonst feiern wir meist nur zu zweit). Das hat mir und meiner Seele gut getan! Nun arbeitet meine Frau noch heute und morgen und dann hat sie bis Anfang Februar frei. Ich freu mich so!!! 🙂 Dann haben wir nochmal so viel Zeit nur für uns beide und außerdem können wir vieles für Mini Me vorbereiten. Und Silvester- Ich freue mich auch, dass bestellter Kinderwagen & Co. Anfang Januar da sein sollen und hoffe dem ist dann auch so!
Genau eine Woche vor ET sind wir übrigens auf dem 70. Geburtstag der Tante meiner Frau eingeladen. Gefeiert wird in einer Lokalität mit dem charmanten Namen „Bierhütte“. Und natürlich mit der charmanten relativ kompletten Schwiegerfamilie :D. Da fließt immer gut Alkohol und das mag ich eh nicht. Und eine Woche vor Termin *puh*, ich denke, falls Mini Me bis dahin nicht schon geschlüpft sein sollte (und ich dann mit Neugeborenem natürlich nicht da hin gehe) werde ich an diesem Tag wohl zuhause bleiben :D. Das wird mir zwar wahrscheinlich von der Tante übel genommen, aber die hat mir schon andere Sachen übel genommen, also macht’s nicht mehr viel aus :-). Meine Frau kann mich dann vertreten, nur falls sie auch zuviel trinkt und dann krieg ich zufällig Wehen und ES geht los, hab ich ein Problem. So nehm ich sie nämlich nicht mit zur Geburt, nein nein. Dann lieber allein.

Ansonsten haben wir uns noch mal mit der Frage „taufen oder nicht“ auseinander gesetzt. Wir sind ja beide ausgetreten (ich evgl, meine Frau kath.). Hatten überlegt eine weltliche Feier mit einem freien Geistlichen zu machen oder evangelisch taufen zu lassen. Die Taufpaten stehen nun (zumindest für uns :D) quasi fest. Eine davon ist in der evangelischen Kirche aktiv und wir würden uns für unseren Sohn wünschen, dass er da was mitbekommt, denn er soll sich seine eigene Meinung bilden und das kann er nur, wenn er gelebten Glauben auch irgendwie kennengelernt hat. Wer weiß, vielleicht findet er einen Zugang und kann so später von einem Glauben, wie auch immer, in seinem Leben profitieren. Das würde ich mir für ihn wünschen. Egal wie ich es anstelle- ich selbst bekomme den Zugang einfach nicht hin, was ich selbst bedaure. So richtig authentisch trauen wir uns das heranführen an Religion jeglicher Art also leider nicht zu. Und da kommt die Patin ins Spiel ;-). Sie ist leidentschaftliche Patentante schon bei mehreren Kindern und auf eine kurze Anfrage deutete sie an, dass sie auch noch offen für mehr sei und Familie vorginge (und sie ist verwandt). Unsere Meinungen, wie wir uns Patenschaft in etwa vorstellen, decken sich auch und ich denke, wir werden uns noch mal in Ruhe zusammen setzen und sie offiziell fragen, ob sie das Amt übernehmen möchte. Und dann würde ich wieder in die evangelische Kirche eintreten, weil für die Taufe eben ein Elternteil Mitglied sein muss. Uns ist wichtig, dass unser Sohn auch Kontakt hat und eine langfristige Beziehung zu seinen Paten aufbauen kann. Eine Patin wäre dann in der Nähe und die andere etwas weiter weg, das ist okay. Leider haben wir echt wenige männliche Bekannte oder Freunde. Da müssen noch mehr Rollenvorbilder her!

Symptome & Beweise: Sodbrennen, Karpaltunnelsyndromschmerzen, so langsam etwas Darmträgheit, Seitenstechen, Fußschmerzen, Rückenschmerzen, Beckenschmerzen, Brustaua ist zurück gekommen, Geburtskanal lockert sich schon auf, Baby boxt, tritt, schmiegt sich an die Wände, hat Schluckauf. Ach, noch was lustiges: Beim Autofahren hat mein Bauch neulich in der Kurve gehupt. Ich wars nicht ;-).

Positive Gefühle: Ganz viel Vorfreude, siehe oben :-). Und irgendwie fühlt es sich nach Endspurt an.

Mit dem Kopf zuerst…

Mit dem Kopf zuerst...

….will Mini Me nächstes Jahr hoffentlich rauskommen, denn er hat sich gedreht :-). Nun hoffen wir, dass er die Stellung ganz bequem findet und beibehält :-).

Heute waren wir bei der Gyn zur Vorsorge. Und unser Sohnemann ist ja schon wieder sooo groß geworden. 🙂 Eckdaten: Kopfumfang ca. 29 cm (Wie ein mit den Ecken an der lägeren Seite zusammengefügtes Din-A-4-Blatt), Länge ca. 38 cm, Gewicht ca. 1600 g.

Und es stand das erste CTG an, darauf hab ich mich sehr gefreut. Es hat keinerlei Wehen aufgezeichnet, dafür eine schöne Herzfrequenz von Mini Me (siehe Bild- während dem großen Ausschlag habe ich geniest). War total toll dem Galloppieren des Gerätes zu lauschen. Mini Me war die ganze Zeit über wach und hat ordentlich rumgerumpelt, auch den ganzen Vormittag. Haben ja mal wieder drei Stunden dort verbracht, miserable Organisation, aber gut- anderes Thema!

Ansonsten ist mein Eisenwert trotz Präparat immer noch niedrig, aber nicht besorgniserregend. Muttermund ist fest verschlossen. Alles perfekt. Das freut die Mamas doch! 😉

Aus 29 mach 30…! *UPDATE*

2013-11-20 15.40.26 2013-12-06 20.24.28

Katze Barbara kuschelt mit Babybauch ;-).

So, yippieh, juhu! Internet, Du bist wieder dahaaaaaaa ;-). Mir geht’s ja so viel besser dadurch, hihi. Und jetzt kann ich auch endlich mal wieder ein großes, richtiges Update machen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich stehen geblieben war!

Zunächst einmal- heute bin ich in der 30. Woche angekommen und das hört sich einfach wahnsinnig weit an. Finde ich. Und gleichzeitig vergeht die Zeit sooo langsam! Noch ganze 11 Wochen (bis zum Termin)! Oder sollte ich sagen nur noch? Wenn Mini Me meine Pünktlichkeit geerbt hat, dann wird er nen Teufel tun, hier früher zu erscheinen :-p. Aber ernsthaft, ich bin einfach super dankbar für jeden Tag, den er in meinem Bauch wohnt und gedeiht. Das ist so wichtig und gut :-). Die Bauchwohnung wird von Tag zu Tag weiter ausgebaut und gleicht mittlerweile ’ner ordentlichen Kuppel. Und er fühlt sich so fest an, wie ein richtiger Babybauch <3. Was meine Fortbewegung bzw. die Versuche dessen angeht- ich komme nun echt nur noch im Schneckentempo voran und watschel mir dabei einen ab. Wie wird das in 2 Monaten sein? Meine Füße tun auch wahnsinnig schnell überschnittlich dolle weh. Wo wir bei den Wehwehchen wären: Da gibt es noch neuartiges nächtliches Sodbrennen, abendlichen Bauchjuckreiz und was meinen Freund, den Schwangerschaftsdiabetes angeht: Ich spritze nun Abends Insulin, vermute aber, dass es bald auch tagsüber sein wird. Mein Körper zeigt sich ziemlich unbeeindruckt und bescheert mir unberechenbare Werte, das ist wie an der Losbude. 😀 Naja und, dass meine Handgelenke ab und an etwas streiken, daran hab ich mich nun auch gewöhnt.

Dass der Kleine jetzt immer mehr in Bedrängnis kommt, jeden verfügbaren Zentimeter seines sich ständig erweiternden Palastes auszunutzen, spüre ich nun auch deutlich. Und zwar links rechts, unten oben, seitlich und in gefährlicher Nähe meiner Rippen (soo erstaunt darüber, wie weit oben die Gebärmutter schon zu sein scheint). Er boxt, tritt, schmiegt sich galant an den Wänden entlang, das volle Programm. Und ich freue mich jedes mal sehr darüber, auch wenn gewisse Körperteile teilweise schmerzhaft in meiner Blase ruhen bzw turnen -am dollsten, wenn sie leer ist und keinen Puffer mehr hat-. Autschn.

Unser Geburtsvorbereitungskurs ist vorbei und er ist im Fazit so naja gewesen. Ich wusste ja auch schon sehr viel. Mir hat etwas missfallen, dass es einfach sooo viele Paare waren und daher war die Athmosphäre eben nicht besonders privat. Aber gut. Wir freuen uns auf Mini Mes Schlüpfen :-).

Am Montag haben wir das dritte große Ultraschallscreening (+Vorsorge) und ich vermute, auch das erste mal CTG :). Die ersten Kurven der Herzfrequenz will sich meine Frau als Tattoo auf ihrem Körper verewigen lassen. Und was Ultraschall angeht denke ich, dass wir ab jetzt jedes mal einen haben werden, wenn wir bei der Gyn sind. Da ja wegen Schwangerschaftsdiabetes überprüft werden soll, ob der Kleine vielleicht zu schnell zu groß wird. Und nun steigt auch die Spannung,  ob er vielleicht bald Lust hat sich mit dem Köpcfchen in Richtung Zielgerade zu drehen, oder lieber weiterhin ganz gechillt vor sich hin sitzt.

Ich habe nun angefangen, Mini Me’s Spielsachen fürs erste Lebensjahr zu sortieren. Durch meinen Job hab ich ja quasi alles bis zum Alter von 3 Jahren und da hab ich nun mal sortiert, was wieder in die Kammer kann und was in sein Regal einzieht. Jetzt noch alles reinigen und schon wieder sind wir einen Schritt weiter. Nach und nach packe ich nun auch den Klinikkoffer. Hach, fühlt sich alles toll nach Endspurt an. Und ich sehne mir den Kinderwagen und den Autositz herbei, unsere Bestellung soll ja laut Babyfachmarkt Anfang Januar da sein.

Ach, sollte ich eigentlich noch erwähnen, dass ich mir kürzlich Still-BH’s in der Größe 110 G bestellt habe? 😀 :D. Mit den momentanen F’s werde ich bestimmt nicht weit kommen. Meine Brüste sehen eh schon aus, als würden sie ungeduldig darauf warten, endlich ihren Job tun zu dürfen. Um wie viele Nuancen die Brustwarzen dunkler geworden sind lässt sich gar nicht mehr bestimmen und irgendwie werden sie ständig noch größer :D. Am Ende ist der Warzenvorhof vielleicht größer als Mini Me’s Kopf…. lach.

Und ich mache schön brav Beckenbodentraining, am liebsten in der Badewanne. Ich habe keine Lust auf vorgeburtliche Inkontinenz. Hoffentlich hilft’s. Ich merke, wie das Gewicht nach unten drückt und manchmal hat man doch schon etwas Angst vorm niesen 😉 (Wer’s kennt, weiß was ich meine). Also schön brav weiter trainieren.

Ich hab keine Ahnung, ob ich wichtige Sachen vergessen habe, aber wer Fragen hat, nur zu. Erstmal werde ich den Artikel beenden und demnächst gibt es wieder ein elefantastisches Bauchbild. 🙂