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Auf einem Besuch im Kaiserinnenreich bin ich auf diese Arte- Doku aufmerksam geworden. Das Thema geht ja an keiner Schwangeren vorbei. Was ist wenn? Was will man überhaupt alles wissen? Welche Entscheidungen müss(t)en getroffen werden?
Ich finde den Film sehr sehenswert, er berührt mich und gibt mir zu denken, wundern, inne halten. Näheres vielleicht in den Kommis, wenn den Film jemand von Euch auch gesehen hat. Noch eine Woche kostenlos anzusehen unter obigem Link.

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Die Sache mit der Pränataldiagnostik

5 Gedanken zu “Die Sache mit der Pränataldiagnostik

  1. WIr haben uns bewusst gegen alle Untersuchungen entschieden, die auf eine Behinderung schliessen lassen. Nur das Screening auf Orgenschäden in der 25 Woche wurde gemacht.
    Aufgrund der Zwillinge wollte ich das nicht, Weil ich nicht gewusst hätte,was tun, wenn rausgekommen wäre, eines ist „nicht gesund“. Wie sich das anhört.
    tztz
    es waren beide Wunschkinder und wir hätten sie mit allem genommen!

  2. Danke für den Hinweis. der Film ist sehr berührend, vor allem im Moment, da ich letzten Freitag genau das erlebt habe. Wir haben die Entscheidung nicht treffen müssen, denn beim Screening in der knapp 13. Woche hat das Herz leider nicht mehr geschlagen. Durch eine Chorionzottenbiopsie wissen wir mittlerweile, dass das Baby eine Triploidie hatte und somit nicht lebensfähig gewesen wäre. Ich bin dankbar und froh, dass es diese Möglichkeiten gibt, denn oft genug bleibt diese Diagnose unerkannt, bis das Kind sehr viel später stirbt oder gar geboren wird und direkt nach der Geburt verstirbt. Ich persönlich bin froh, dass wir, selbst wenn es so gewesen wäre, eine Wahl gehabt hätten. Liebe Grüße, Siina

  3. Ich hab mir heut morgen dann mal den Film angeguckt. Find ihn gut gemacht, aus vielen verschiedenen Blickwinkeln.
    Jetzt mal zu uns.
    Wir haben uns schon vor der endlich eingetretenen Schwangerschaft bewusst gegen Untersuchungen wie Nackenfaltenmessung und Fruchtwasseruntersuchung entschieden. Wir haben uns immer gesagt, es ist das erste Kind, wenn es krank ist, dann schaffen wir auch das! Außerdem hatte ich bei meiner Schwester mitbekommen, wie schwer es war, auf etwaige Ergebnisse zu warten… In der 14. SSW hatte sie die Nackenfaltenmessung. Ein winziges Indiz führte zur Fruchtwasseruntersuchung in der 20. SSW. Auf das Ergebnis musste sie 4(!!!) Wochen warten! Sie hatte natürlich schon viele viele Wochen zuvor das Herzchen schlagen sehen/hören. Im Endeffekt war alles gut.
    Vor so einer Entscheidung wollte ich nicht stehen. Und dann gibts ja auch das Risiko ein gesundes Kind bei so einer Untersuchung so zu verletzen, dass es anschließend geschädigt ist.
    Auf Grund meiner Risikoschwangerschaft (Typ 1 Diabetes und Übergewicht) wurde ich sowieso engmaschiger betreut, mit häufigerem Ultraschall und so. Recht spät wurde dann auch doch noch eine Fehlbildungsdiagnostik durchgeführt (29./30. SSW), weil mein Insulinbedarf plötzlich schnell angestiegen war. Auch da war zum Glück alles in Ordnung.
    Natürlich hätten wir vor einer anderen Entscheidung gestanden, wenn herausgekommen wäre, dass das Baby einen offenen Rücken oder ähnliches gehabt hätte oder etwas anderes, was die Lebenserwartung explizit beeinflusst… Darüber haben wir uns natürlich auch vorher Gedanken gemacht. Die Entscheidung mussten wir zum Glück nicht treffen…

  4. Schwer zu sagen, wie wir uns einmal entscheiden werden, wenn es soweit ist. Vielleicht will ich es auch einfach nicht wissen und nehme es wie es kommt, wenn es denn endlich mal mit schwanger werden geklappt hat.

    Meine Mutter wurde mit 40 nocheinmal gewollt schwanger und hat damals (schlecht aufgeklärt) eine Fruchtwasserpunktion machen lassen. Vor Erhalt des Ergebnisses haben meine Eltern niemandem von der Schwangerschaft erzählt (ich war damals 10). Meine Mutter sagt, sie hätten sich bei einer entsprechenden Behinderung gegen das Kind entschieden. Das kann ich mir kaum vorstellen, dass sie das tatsächich getan hätte, wenn das Kind eine Lebenschance gehabt hätte.
    Heute ist mein Bruder 24, die Fruchtwasserpunktion war damals ohne Befund, außer dass wir danach wussten, dass es ein Junge wird.
    Ich persönlich mag mich da nicht zum Richter aufschwingen. Für die Elternpaare, die durch die Diagnostik vor eine Entscheidung gestellt werden, ist das mit Sicherheit wahnsinnig schwierig. Und egal, wie sie sich entscheiden, eine solche Entscheidung trifft denke ich niemand leichtfertig.
    Ich habe mal einen sehr bewegenden Film gesehen über ein Ehepaar gesehen, das ein Kind mit Down-Sysndrom erwartete nach vielen langen Jahren der ungewollten Kinderlosigkeit. Die Art und Weise, wie sie sich nach der Nachricht auf das Kind eingestimmt und gefreut haben hat mich sehr beeindruckt. Und das ist auch das, was ein gewünschtes Kind verdient, dass man sich auf es freut und es liebt, egal wie es zur Welt kommt.
    Schlimm fand ich in dem Film den Kommentar, dass die Menschen mit Down-Syndrom, die man jetzt noch auf der Straße sieht die seien, die man „übersehen“ hätte. Denn es gibt durchaus auch Paare, die sich für diese Kinder entscheiden und sie haben alles Recht der Welt dazu.

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