Elternprekariat.

Muss mal rebloggen. Es ist einfach so wunderbar ehrlich 😊!

Kiddo The Kid

Es soll Eltern geben, deren Familienleben ist eine einzige Zauberwolke aus Vintagemöbeln, Wolle-Seide und Superfoods. Da gibt es auf Instagram und den Blogs allerlei schöne Dinge zu bewundern. Lustig geformte Glühbirnen an bunten Textilkabeln über sorgsam verwetzten Eichentischen. Eine Küche voller Jacobsen-Stühle; auf mindestens zweien sitzen stilsicher gekleidete Kinder, die mit trendigem Kupferbesteck säuberlich ihre Edamame picken. Strahlende, locker bleibende Mütter in authentisch zerrissenen Jeans, die das Elternleben so sehr lieben, jeden Tag. Und der Urlaub war so wunder-wunder-wunderschön.

Dieses Glück, überall und ständig. Da zählen die kleinen Unannehmlichkeiten des Kinderhabens doch gar nicht.

Doch. Die zählen. Bei uns zählen die. Vermutlich macht uns das zu einer Art Elternprekariat. Weil wir nämlich überhaupt nicht mehr lustig drauf sind, wenn das Kleinkind den ganzen Tag mit infernalischer Lautstärke seinen Weltschmerz kundtut. Weil wir es gar nicht mehr schön finden, Eltern zu sein, wenn wir die zehnte Kackwindel des Tages unter heftigster Gegenwehr gewechselt…

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Eine neue Runde

Gestern beim HNO kam raus, dass der Mini Me- Bär schon wieder (oder immer noch) eine dicke fette eitrige Mittelohrentzündung hat. Die wird jetzt mit den harten Kalibern unter den Antibiotika behandelt, in 4 Wochen Wiedervorstellung inkl. Hörtest. Unser Kinderarzt hatte uns an den HNO überwiesen, weil Ergüsse in beiden Ohren einfach nicht weg gingen.

Da gestern dann auch nicht der beste Tag vom Bär war und er gegen Abend erhöhte Temperatur bekam, fiel unser geplantes ohne Kind-Dinner beim Perser zum 4. Hochzeitstag aus. Hat sich aber wenigstens gelohnt, denn wir waren alle sehr müde und haben nach einem gemeinschaftlichen Vorabendschlaf auf der Couch Sushi nach Hause kommen lassen ;).

Wollen wir nun hoffen, dass die Medikamente schnell wirken.

Hysterisches Kaiserschnittgejammer

Echt lesenswert. Es gibt so viele Seiten einer Medaille. Und ich denke ich werde auch ein Narbenbild an Liz senden. Die tapferen, stolzen Überbleibsel Mini Me’s Bauchgeburt.

Andrea Harmonika

Herrje Kaiserschnittmütter,

ihr konntet also eure Babys nicht mittels Regenbogenwehe im Lotussitz herauslächeln, sondern wurdet per chirurgischer Intervention entbunden?

Habt ihr wirklich keine anderen Sorgen, als hier mit euren lächelnden, gesunden Kindern im Arm auf hohem Niveau zu jammern?

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