Die Sache mit der Pränataldiagnostik

http://www.arte.tv/guide/de/048370-000/am-anfang?autoplay=1#arte-header

Auf einem Besuch im Kaiserinnenreich bin ich auf diese Arte- Doku aufmerksam geworden. Das Thema geht ja an keiner Schwangeren vorbei. Was ist wenn? Was will man überhaupt alles wissen? Welche Entscheidungen müss(t)en getroffen werden?
Ich finde den Film sehr sehenswert, er berührt mich und gibt mir zu denken, wundern, inne halten. Näheres vielleicht in den Kommis, wenn den Film jemand von Euch auch gesehen hat. Noch eine Woche kostenlos anzusehen unter obigem Link.

Ein paar Worte

Lieber Mini Me,

naeher als nah
Hals ueber Kopf
dein Herzschlag dicht an meinem
sind wir bis hierhin gewachsen
immer im EINklang
jetzt kann ich sehen
wie die Welt Dich erwartet
ungeduldig
spuerst du es auch?
etwas Grosses beginnt
nie mehr wie zuvor
alles steht Dir offen
WIR GLAUBEN AN DICH
loslassen
soll ich
muss ich
will ich (noch nicht)
Werde ich
JETZT
aus Bauchgefuehlen werden
Augen-Blicke
zum allerersten mal
ich weine schwere Traenen
und
freue mich wie nie
ICH LIEBE DICH

Deine Mama

Die 38ste- noch 6 Tage schwanger!

Zunächst einmal- wir haben aus sehr persönlichen, organisatorischen Gründen den Termin auf Montag, 17.2.2014 vorverlegt. Es sind also nur noch 6 Tage! Die OP wird entweder um 9 oder um 14 Uhr sein, am Sonntag erfahren wir das telefonisch.

Heute hatten wir das Gespräch mit einem Anästhesisten im KH. Da wurde alles besprochen und unterschrieben. Es wird eine Spinalanästhesie geplant. Ich hab dolle Angst, dass mein Kreislauf nicht gut mitmacht und es so doch eine Vollnarkose werden könnte (vor lauter medizinischem Tamtam und Aufregung und Hineinsteigern) und hab das auch erzählt. Sie werden mich aber genau überwachen und schnell reagieren können, dank zwei Zugängen, einen in jeder Armbeuge. Aussage mit breitem Grinsen: „Wir haben einen sehr vollen Medikamentenschrank.“ 😀

Vorher wurde mir im Kreißsaal Blut abgenommen, während meine Frau noch Parkplatz suchte (sie hat mich vor dem Haupteingang abgesetzt, denn die Klinik liegt trotz norddeutschem Gefilde an einem Hang und so langsam ist laufen nicht mehr so toll- dank dem Riesenbröckchen im Bauch und schmerzendem Rücken + Becken). Eine Geburt war gerade trotz geschlossenen Türen in vollem Gange, leider hab ich aber den ersten Babyschrei verpasst, da wir dann hoch zur Anästhesie sollten. Aber als wir ca. eine Stunde wieder unten waren und warten mussten, sah alles danach aus, als würde gerade ein Notkaiserschnitt vorbereitet werden. Das kriegt man so ein bisschen mit, weil da der OP im Kreißsaal integriert ist und jedermann momentan durch den CTG-Raum muss, um raus und rein zu kommen in den Kreißsaalbereich. Größere Umbauaktion gerade- alles wird modernisiert und es entstehen sogar, wie ich gestern las, 24-h-Rooming-in-Zimmer für Frühchen-Eltern. Daumen hoch! Trotzdem hoffen wir, nicht so viel vom Lärm mitzubekommen, wenn wir auf Station wohnen. Aber noch mehr hoffen wir, dass wir überhaupt ein megabegehrtes -für den Partner kostenloses- Familienzimmer bekommen. Auf unsere proforma-Anfrage heute, wie es denn gerade so aussieht, hätten wir z.B. vergangenes WE keines bekommen, weil total der Geburtenboom war. Aber angeblich folgt daraufhin immer erst mal wieder etwas Ruhe. Die Worte des leitenden Oberarztes im Gehörgang von dem, der hier die Fäden zieht! Ich mag nicht gern allein mit einer fremden Frau und ihrem Baby oder nicht-Baby im Zimmer liegen. Während meine Frau woanders schläft. Aber wir werden sehen. Hauptsache, Mini Me ist bald da.

Naja, jedenfalls hatten wir noch Gelegenheit, letzte Fragen loszuwerden. Besagter Arzt, nennen wir ihn mal „Doktor W Punkt“,  ist eh ein Unikat, den wir mittlerweile schon mehr oder weniger gut kennen. Auf den ersten Blick ein komischer Kauz, auf den zweiten weiß man gar nix mehr (wenn man ihn vor lauter leisem Nuscheln versteht), und auf den dritten Blick, wenn er einem erst das erste halbe Lächeln geschenkt hat, beginnt man fast, ihn lieb zu gewinnen. Jedenfalls scheint er da zu wohnen. Ich war niemals da, wenn er nicht da war. Und wir waren jetzt schon oft dort. Selbst meine Frau scherzte heute, sie fühle sich da schon zuhause. Doktor W Punkt legte mir heute putziger Weise ans Herz, ich solle doch schon ruhig vor Montag vorbei kommen, falls die Blase doch springen sollte. xD Letzte Woche betonte er am Ende des Termins gleich zwei mal, ich solle auf die Kindsbewegungen achten. Oh Mann, wenn der wüsste, wie sehr eine schwangere Frau im Endstadium auf die Kindsbewegungen achtet. Ich glaub die NSA ist nichts dagegen. Was tut Frau kurz vorm Schlüpftermin anderes, als in engem Dialog mit dem Baby zu stehen. Zumindest ist das bei mir so. Eine Frau allerdings, die Doktor W Punkt nicht kennt, würde vielleicht echt verunsichert sein, warum er das zum Abschied soo sehr betont. Zumal ja CTG top war, und alles. Aaaber- man muss ihn kennen um zu wissen, wie man ihn zu nehmen hat. Aaachten sie bloooß auf die Kindsbeweeeeegungen!!!! ;-). Wird gemacht!

Noch eine Sache, zu der wir uns jetzt entschlossen haben, ist die Nabelschnurblutspende. Eigentlich wollten wir -Mini Me zugunsten- die Nabelschnur auspulsieren lassen. Das fällt beim Kaiserschnitt aber flach. Und so wäre es ja echt Verschwendung, die Stammzellen zu verwerfen. Von privater Einlagerung halten wir aus guten Gründen nichts. Ob die Stammzellen aber tatsächlich zur Spende freigegeben werden, steht meiner Ansicht nach noch in den Sternen. Grund meiner Zweifel ist ein bestimmter Punkt des Fragebogens, den ich vorhin ausgefüllt habe, nämlich der, der fragt, ob jeeeemals eine xy-Blubb, xyz-BlaBlubb, oder eine Samenzellspende an mir ausgeübt wurde. Und letzteres können wir ja wirklich nicht verneinen. Zudem bleibt unser Spender gegenüber sämtlichen öffentlichen Stellen anonym und hat uns zwar Gesundheitsatteste vorgelegt, aber es ist klar, dass bei einer privaten Samenspende immer ein Restrisiko bleibt (welches wir für uns mittels großem Vertrauen weitgehend ausschließen, aber die DKMS könnte das natürlich anders sehen, denn die Ausschlusskriterien sind berechtigterweise streng). Bleibt also abzuwarten, ob sie uns überhaupt „annehmen“, aber ein Versuch, Gutes zu tun, kann ja nicht schaden. Und für Forschungszwecke geben wir das „Material“ ja auch frei.

Ansonsten- wie geht es mir? Ich muss sagen, die Nächte sind mittlerweile kein Zuckerschlecken mehr. Ich hab einfach riesen Probleme einzuschlafen. Wenn es nicht die aufgergten Gedanken sind, die mich bis spät in der Nacht vom schlafen abhalten, dann ist es ein ganz punktueller fieser Rückenschmerz, der entsteht, wenn ich versuche, auf der Seite zu liegen. Der Bauch ist jetzt einfach so schwer, dass er dann wie ein nasser Sack (sorry :D) auf der Matratze liegt und den Rücken mit sich zieht. Die Wirbelsäule ist dann nicht mehr gerade und alles ist unter Spannung. Ich werd dann ganz oft einfach wütend, denn ich suche die ganze Zeit nach Positionen, und währenddessen jagt mich der Schmerz in meinen Handgelenken und gerne auch mal fieses Sodbrennen. Wenn ich dann aufstehe, um Schadensbegrenzung mittels Milch zu betreiben, oder auf die Cocuh wandere, weil meine Frau laut schnarcht, oder das Fenster zumache, weil draußen Idioten laut durch die Straßen ziehen, oder um aufs Klo zu gehen, dann komm ich nicht vom Fleck, ohne vor irgendwelchen neuen Schmerzen zu fluchen. Und ich werd dann echt sauer und wütend und traurig und heule, und aaach. Ist ja bald vorbei :D.

Apropos heulen. Das wird immer schlimmer. Ich heule vor Mitgefühl in sämtlichen Reportagen los. Und ich hab gestern geheult, weil auf der Krankenhauswebsite etwas so herzzerepßend schön formuliert wurde (es geht um den letzten Teil des Satzes): „Jederzeit kann der Vater den Kreißsaal vorübergehend verlassen, sich stärken und einmal ‚Luftholen‘, um nach der Geburt stolz irgendwo zwischen Lachen und Weinen auf das schönste Wunder zu schauen.“. Schniiief!

Heute Abend gehen wir das letzte Mal für wahrscheinlich lange Zeit ins Kino.

Und wir freuen uns so. Dass wir Mini Maxi Me bald in unsere Arme schließen dürfen! ❤

Und das ist wohl das vorletzte Schwangerschaftswochenupdate- falls ich für die 2 Tage der 39. Woche überhaupt noch eins schreib. Aber irgendwas schreib ich eh.

Der geheimnisvolle letzte Schall

4D_Ultraschall_big

Unser Mini Me Maxi Mini Me hat sich heute, rund eine Woche vor Schlüpftag noch einmal beschallen lassen müssen. Widerstand war zwecklos. Und irgendwie kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er soooo schwer  (bzw in 1 Woche noch schwerer) ist, wie das Gerät sagt. Immerhin sind ja die Zuckerwerte jetzt auch endlich gut.Haltet Euch fest:

49 cm – Okay…, gut.

36 cm Kopfumfang- Joaaah. Na gut.

——-

Viertausendzweihundert Gra…

….Moment mal.

Heute ist 37+3.

Ich selbst war ein Propper Baby, mit 4260 g, aber auch 6 Tage übertragen.

Vor zwei Wochen war noch von 3300 g die Rede. Selbe Ärztin, selbes Gerät. Nicht wenig, aber trotzdem anderer Schnack.

4.200 g. Ja, ähm, nee. 😀 Das will ich echt sehen, vorher glaub ich kein Wort. Nächste Woche könnte er also rein schätzerisch 4.500 g haben, und das 2 Wochen vor dem eigentlichen Termin. Is klar ;-).

Junge, wir nehmen Dich, wie Du kommst ;-). Und wir freuen uns schon nen Keks.

Aber ich schätze mal ganz in etwa und ungefähr Geburtsmaße von 37 cm KU, 50-51 cm, zwischen 3900 und 4100 g. Nur so ein Gefühl. Ultraschallgeräte nehmens ja bekanntlich nicht immer so haargenau. Noch jemand Schätzvorschläge? 😀

Wir werden sehen!

Morgen dann Vorgespräch beim Änästhesisten.

Fast schon die 37ste

Gerade war die Hebi da.

Sie hat sehr ausführlich und viel und individuell über Einleitungen und Kaiserschnitt gesprochen. Gegen Ende haben wir ihr dann auch eröffnet, dass wir uns schon entschieden haben :D. Wollten ihren Redefluss ja nicht unterbrechen ;). Aber es hätte ja sein können, dass wir uns aufgrund ihrer Meinung doch wieder umentscheiden. Haben wir aber nicht.

Sie rät uns auch eher zu Kaiserschnitt und ich soll bloß nicht auf den Trip kommen, zu denken, ich hätte dann nicht richtig geboren. Hat mir ganz viel gut zugeredet, bloß kein schlechtes Gewissen zu haben und mich nicht vom allgemeinen Muddi-Druck in eine Ecke stellen zu lassen. Sie selbst hatte bei ihrer eigenen Geburt am Ende einen Notkaiserschnitt.

Wir haben dann auch über die Frage „Wehentropf vor KS oder nicht“ geredet. Das werde ich also nicht machen, weil es echt unwahrscheinlich ist, dass Mini Me dadurch merkt, dass es bald raus geht. Wehen merkt er laut Hebi ja auch bei Übungs- und – Senkwehen und die einzigen, die das Kind dann wirklich dolle beeindrucken seien die Presswehen, die man mit dem Tropf ja bei weitem nicht hat. Ihrer Meinung nach bringt es viel mehr, am Abend vorher mit dem Kleinen zu reden, sich ihm zuzuwenden und ihn so vorzubereiten. Und wir reden ja jetzt schon jeden Abend mit ihm und singen für ihn.

Und irgendwie gibt es in den Hebammentreffen immer Situationen, in denen ich weinen muss. Sowieso stelle ich an mir jetzt zum Ende doch noch extreme Dünnhäutigkeit fest. Irgendwas hat die Hebi gesagt und dann war ich plötzlich so verdammt traurig, dass die exklusive Bauchbeziehung bald endet und ich Mini Me teilen muss. Dass dann keine Bauchzwergbewegungen im Bauch mehr sind und der Babybauch weg geht. Ogott, ich komme mir soo albern vor, aber das macht mich echt tieftraurig, auch, wenn ich mich natürlich gleichzeitig endlos freue, Mini Me zusammen mit meiner Frau auf der Welt begrüßen zu dürfen. Aber ich soll das ruhig beweinen, hab ich mir sagen lassen :).

Gestern hab ich übrigens geheult weil meine Frau für den Bauch-Gipsabdruck einen Müllbeutel zur Unterlage zerschnitten hat, den wollte ich aber nicht unter mir haben, weil er nach Müllbeutel stinkt. Dann hat sie ihn zusammengeknäult. Nee, da kam nix mehr. Das war dann Grund zum heulen ;).

Ein Bild von dem elefantastischen Babybauchabdruck, der nach dem trocknen nur noch eine Schleife bekommt:

2014-01-30 14.59.25

 

Gestern kam übrigens unsere tolle Töröö-Kinderwagenkette an:

2014-01-30 21.08.44

 

Und was gibt es noch Neues? Gerade haben wir unsere Wohnung gekündigt, weil wir eine neue haben. Mitte April werden wir in den Ort ziehen, in dem meine Frau arbeitet (30 km von hier), dann haben wir mehr Geld und mehr gemeinsame Zeit für unsere Familie. Und Mini Me bekommt sein eigenes kleines Kinderzimmer :).