Ich bin 8 Monate alt

Ja, ich bin es mal wieder.

Habe ja lange nichts von mir hören lassen! Ich bin nun 8 Monate alt und könnte Bäume ausreißen.

Zu meinen derzeitigen wichtigen Lieblingsbeschäftigungen gehören robben (neuester Streich), im Vierfüßlerstand wippen, auf dem Schoß hopsen, frei sitzen, zwei Zähne haben (ok, zugegebenermaßen keine Beschäftigung, ich wollte es trotzdem gesagt haben), brabbeln ohne Ende (Quaquara, gagaka, mamagalaqua -Ja, aufmerksame Leser entdecken hier ein MAMA- das ist natürlich auch Mums und Mamas Ohren nicht entgangen und Ihr könnt Euch denken, welche Mutmaßungen und Ungläubigkeiten das nach sich gezogen hat- seufz. Jetzt plappern sie wie die Hühner -gefühlt rund um die Uhr- durcheinander „Er meinte dich, er hat dich doch angeguckt!“- „Nein, das kann nicht sein, das war Zufall, er brabbelt jetzt nur neuerdings so viel. Meinst Du echt? Neeeein… Also, nein. Echt???“- „Ja klar.“- „Glaub ich nicht… Sag mal MAMAAA! Wo ist die Mama??“- „Stimmt, kann eigentlich nicht sein.“- „Warum sagst du es dann??“- „Ich wollte, dass du dich freust.“- “ Halloooo? Na toll!“ „Wo ist die Mama?“- “ ‚Wo‘ versteht er noch nicht“ – „Wer ist die Mama?“ – „Öhm“ – „Hm, egal. Mama, Mama, Mama, ich bin die Mama. Sag mal Mama. Ma-Ma!“

Oh mann, ich sag Euch, Eltern können ja so kindisch sein. 😉

Meine Mum war jetzt 2 Wochen zuhause, weil sie Urlaub hatte und wir sind auch mal wieder zu Omas und Opas gefahren. Ich will jetzt aber langsam wieder zuhause bleiben! Hört das wer? Ich mag es zuhause! Außerdem möchte ich meine neuen Freundschaften fürs Leben festigen. Und ins Babyschwimmen und den Musikgarten gehen, wie es sich gehört. 🙂

Achja, zumindest haben wir jetzt eine Familienkutsche und einen tollen größeren Autositz, in dem ich mich nun pudelwohl und nicht mehr eingeengt fühle. Bin nämlich ein kleiner Riese.

Würde Mama jetzt schreiben, dann würde sie wohl noch erwähnen, dass das Verfahren der Stiefkindadoption (was auch immer das ist) eine Katastrophe ist und das Jugendamt erst frühestens im Februar 2015 mit den Gesprächen anfangen möchte. Dabei haben die Mamas doch alle Unterlagen und wollen einfach, dass ich abgesichert bin. Naja, aber das wird schon.

Außerdem diskutieren sie desöfteren mal, wann mein Geschwisterchen kommen soll. Und aus welchem Bauch raus. (Babys meines Vertrauens haben mir zwar erzählt, sie kamen einen anderen Weg entlang auf die Welt, aber das kann ich mir nicht vorstellen *kicher*. Immer diese Wichtigtuer und Überbabys ;-). Mehr dazu dann irgendwann von meinen Mamas persönlich.

Was gibt es noch Neues? Ich wurde Anfang Oktober getauft und es war sehr schön. Viele liebe Menschen sind gekommen um mit mir zu feiern. Und es wurde schon über meine Hochzeit gesprochen, Grüße an unter dem Regenbogen und sweetkay mit Ihrer Muckeline ;-). Die Kleine passt aber auch genau in mein Beuteschema, hihi. Hab sie gern <3.

Übrigens. Ich bekomme immer ganz viel „Fingerfood“ hingestellt. Aber ehrlich gesagt mag ich am liebsten Brot. Und Brei. Und Brust. Und meine obligatorischen 1-3 Flaschen am Tag. Das Fingerfood kann man gut mit der ganzen Hand in alle Richtungen drehen, von überall mal angucken und dann galant unter den Tisch fallen lassen. Hehe. Ich bin ein ganz Frecher. Zur Zeit mag ich oft lieber eine Flasche als Mamas Brust. Ich glaube manchmal ist sie etwas traurig darüber, weil sie dann merkt, dass ich groß werde. Kopf hoch, Mama! Ich liebe Dich doch auch, wenn ich noch größer und älter werde. 🙂

Und wisst Ihr, wen ich noch liebe? Meine Mum. Die ist toll. Mama ist manchmal streng mit meiner Mum. Das muss sie doch gar nicht. Die Mum macht das schon richtig alles. Nur anders, aber da bin ich auch ganz froh. Sonst wärs langweilig. Und ne Strumpfhose verkehrtrum hat noch keinem Baby geschadet. Peace!

Bis bald

Euer Mini Me

Edit: Meine erste Flugreise steht im Januar an! Meine Mamas haben 10 Tage Lanzarote gebucht!

Und meine Mama will ab März wieder arbeiten. Das heißt für mich: Ich bekomme 1-3 Spielkameraden nach Hause! 🙂

Advertisements

Die 31ste

Wie mein Körper sich fühlt: Will nicht jammern, aber es ist soooo anstrengend ;-). Fühle mich im Bett wie ein Käfer auf dem Rücken, beim gehen und stehen schmerzen meine Füße wie nie, wenn ich mich bücke (auch Schuhe anziehen) wird mir schlecht, ich bekomme Kreislauf, nen roten Kopf, quetsche das Baby ein und mein Körper schreit „Tu das nicht!“. Beim Aufstehen aus dem Sitzen streiken mein Becken, mein Rücken, meine Füße in fröhlicher Zusammenarbeit. Beim spazieren gehen watscheln hab ich Seitenstechen und annähernden Fußtod. Beim vermeintlich unspeltakulären „Aufstoßen“ kommt mir regelmäßig Mageninhalt/säure hoch. Meine Handgelenke tun immer mehr wieder tagsüber weh, so dass ich aufschreien muss. Doch, ich will jammern!!! 😀 Mein morgendlicher Nüchternzuckerwert ist übrigens trotz 40 Einheiten (Basal)Inulin am Abend noch um einiges zu hoch. Tagsüber klappt es besser, aber da spritze ich nun auch 3 mal täglich. Mini Me will hoch hinaus, gestern habe ich den Fundusstand getastet und der ist schon gefährlich weit in Rippennähe. Mein Magen hat sich übrigens nach rechts verkrümelt und mein Darm wohl nach links bis weit oben, dort gluckert es öfters verdächtig.

Wie meine Seele sich fühlt: Ziemlich entspannt. Wow. Dass ich das erlebe.

Was es Neues gibt: Wir haben nette Weihnachten verbracht, meine Schwester und mein Vater waren da (sonst feiern wir meist nur zu zweit). Das hat mir und meiner Seele gut getan! Nun arbeitet meine Frau noch heute und morgen und dann hat sie bis Anfang Februar frei. Ich freu mich so!!! 🙂 Dann haben wir nochmal so viel Zeit nur für uns beide und außerdem können wir vieles für Mini Me vorbereiten. Und Silvester- Ich freue mich auch, dass bestellter Kinderwagen & Co. Anfang Januar da sein sollen und hoffe dem ist dann auch so!
Genau eine Woche vor ET sind wir übrigens auf dem 70. Geburtstag der Tante meiner Frau eingeladen. Gefeiert wird in einer Lokalität mit dem charmanten Namen „Bierhütte“. Und natürlich mit der charmanten relativ kompletten Schwiegerfamilie :D. Da fließt immer gut Alkohol und das mag ich eh nicht. Und eine Woche vor Termin *puh*, ich denke, falls Mini Me bis dahin nicht schon geschlüpft sein sollte (und ich dann mit Neugeborenem natürlich nicht da hin gehe) werde ich an diesem Tag wohl zuhause bleiben :D. Das wird mir zwar wahrscheinlich von der Tante übel genommen, aber die hat mir schon andere Sachen übel genommen, also macht’s nicht mehr viel aus :-). Meine Frau kann mich dann vertreten, nur falls sie auch zuviel trinkt und dann krieg ich zufällig Wehen und ES geht los, hab ich ein Problem. So nehm ich sie nämlich nicht mit zur Geburt, nein nein. Dann lieber allein.

Ansonsten haben wir uns noch mal mit der Frage „taufen oder nicht“ auseinander gesetzt. Wir sind ja beide ausgetreten (ich evgl, meine Frau kath.). Hatten überlegt eine weltliche Feier mit einem freien Geistlichen zu machen oder evangelisch taufen zu lassen. Die Taufpaten stehen nun (zumindest für uns :D) quasi fest. Eine davon ist in der evangelischen Kirche aktiv und wir würden uns für unseren Sohn wünschen, dass er da was mitbekommt, denn er soll sich seine eigene Meinung bilden und das kann er nur, wenn er gelebten Glauben auch irgendwie kennengelernt hat. Wer weiß, vielleicht findet er einen Zugang und kann so später von einem Glauben, wie auch immer, in seinem Leben profitieren. Das würde ich mir für ihn wünschen. Egal wie ich es anstelle- ich selbst bekomme den Zugang einfach nicht hin, was ich selbst bedaure. So richtig authentisch trauen wir uns das heranführen an Religion jeglicher Art also leider nicht zu. Und da kommt die Patin ins Spiel ;-). Sie ist leidentschaftliche Patentante schon bei mehreren Kindern und auf eine kurze Anfrage deutete sie an, dass sie auch noch offen für mehr sei und Familie vorginge (und sie ist verwandt). Unsere Meinungen, wie wir uns Patenschaft in etwa vorstellen, decken sich auch und ich denke, wir werden uns noch mal in Ruhe zusammen setzen und sie offiziell fragen, ob sie das Amt übernehmen möchte. Und dann würde ich wieder in die evangelische Kirche eintreten, weil für die Taufe eben ein Elternteil Mitglied sein muss. Uns ist wichtig, dass unser Sohn auch Kontakt hat und eine langfristige Beziehung zu seinen Paten aufbauen kann. Eine Patin wäre dann in der Nähe und die andere etwas weiter weg, das ist okay. Leider haben wir echt wenige männliche Bekannte oder Freunde. Da müssen noch mehr Rollenvorbilder her!

Symptome & Beweise: Sodbrennen, Karpaltunnelsyndromschmerzen, so langsam etwas Darmträgheit, Seitenstechen, Fußschmerzen, Rückenschmerzen, Beckenschmerzen, Brustaua ist zurück gekommen, Geburtskanal lockert sich schon auf, Baby boxt, tritt, schmiegt sich an die Wände, hat Schluckauf. Ach, noch was lustiges: Beim Autofahren hat mein Bauch neulich in der Kurve gehupt. Ich wars nicht ;-).

Positive Gefühle: Ganz viel Vorfreude, siehe oben :-). Und irgendwie fühlt es sich nach Endspurt an.

Wochenrückblick & hallo 14te

Aaaaaaanstrengende Woche. So viel ist passiert. Am besten vom Anfang.

Montag sind wir in die Heimat gefahren. Knapp 600 km. Wir fuhren um 17 Uhr los. Wir kamen um 3.30 an. Fünf Stunden unserer Fahrt verbrachten wir im Bremer Raum. Im Stau beim bilden einer Rettungsgasse bin ich in eine große Schraube hineingefahren. Luft ging nur ab, wenn man den Schraubenkopf bewegte. Warten auf den ADAC. Wir entschieden uns dafür, die Weiterfahrt zu versuchen indem wir ekligen Füllschaum ins Reifeninnere beförderten und die Schraube stecken ließen (Werkstätten hatten alle zu bis auf eine Notrwerkstatt mit horrenden Preisen). Konnten dann halt nicht so schnell fahren, aber hauptsache irgendwie ankommen. Denn wir hatten eine Mission zu erfüllen, später mehr dazu.

Naja, ca 20 km weiter bekamen wir Lichthupe von einem Schweinelaster, den wir gerade überholt hatten :D. (Oink) Schnell auf nen  (inzwischen) stockfinsteren Parkplatz gefahren und festgestellt, dass der Reifen nun im Begriff war, platt zu werden. Schraube hatten wir übrigens verloren. Frau versuchte mit dem im Autolieferumfang inbegriffenen Pumpsystem noch was zu retten, aber war halt vergebens. Nun doch abschleppen und in die Premium-Werkstatt. Wussten nicht, auf welchem Parkplatz wir waren, ging alles zu schnell. Die Frau vom ADAC war sehr geduldig und erforschte unseren Standort. Abschlepper kam, wir beschlossen künftig ein Ersatzrad ins Auto zu packen und ab gings zur nächtlichen Reifenmontage- man gönnt sich ja sonst nichts. Tja, die Nacht war kurz, um sieben mussten wir wieder raus und seit diesem Zeitpunkt bin ich schläfrig und hundemüde, wie ich es die letzten Wochen noch nicht kennen gelernt hatte.

Beim Frühstück waren die Schwiegereltern fällig. Wir verkündeten die frohe Botschaft, und zu unserer Erleichterung freuten sie sich auch sehr spontan. Da fiel Anspannung ab und machte mich wohl noch müder :D. Schwiegervater, dessen Reaktion unsere größte Sorge galt, betüdelte mich die ganze Zeit ganz lieb. Am nächsten Tag war mein Vater fällig (erstes Enkelkind!), wir gingen mit ihm essen. Er war sichtlich überrascht aber auch sichtlich erfreut. Noch mehr Anspannung weg. Wir trafen noch eine befreundete Familie mit frischgebackenem Nachwuchs und machten uns langsam auf den Rückweg. Mit im Gepäck meine Schwester und ihr Freund, sie blieben bis heute morgen.

Donnerstag früh hatten wir einen Ultraschall und durften Blicke auf Mini Me erhaschen. 🙂 Alles ist in bester Ordnung. Bis zu 6,7 cm wurde die SSL gemessen. Normale Kopfform mit zwei Gehirnhälften, Beine und Arme sind dran, es schluckt fleißig Fruchtwasser und schaukelt und hüpft in seinem Pool herum. War so schön zu sehen und diesmal haben wir das ganze auch mit dem Handy gefilmt :). Achja, und ne Vorderwandplazenta gabs zu sehen. Montag steht die reguläre Vorsorge mit meiner Hebamme an.

Jaaa, dann kam mein Vater noch Donnerstag Abend hinzu und die Bude war voll :D. Alles in mir schrie nach Ruhe nach diesen Wahnsinnstagen und ich hab auch langsam gemacht soweit es ging. Freute mich aber, sie alle da zu haben! Und nun ist Samstag und bald ist Montag und die Arbeit geht wieder los. Hab etwas Bammel, ob ich das alles gut schaffen werde, aber die kommenden Monate sind überschaubar und zweimal Urlaub werde ich währenddessen auch noch haben.

Wie mein Körper sich fühlt: Erschöööpft! Kurzatmig! Wachsend!

Wie meine Seele sich fühlt: Hab Bammel vor der Arbeitsbelastung.

Was es Neues gibt: Schwiegereltern sind informiert. Wenn ich nach unten gucke steht mein Bauch weiter nach vorne als meine riesen Brüste. Das erste Mal ist mein Bauch im Auto gegens Lenkrad gestoßen, obwohl ich mich nicht vorgebeugt hab.

Symptome & Beweise: Müdigkeit, Brustpieksen, flau im Magen, auf alles mögliche Appetit haben, Kreislauf, Lungenvolumen wo bist Du.

Positive Gefühle: Mini Me gehts gut und das zweite Trimester hat begonnen. In diesem Monat wird es wie bekloppt wachsen. Viele freuen sich mit uns, und die wichtigsten Personen auch.

Die Sache mit der Familie. . .

Immer präsenter wird irgendwie die Sache mit der Familie. Sicher weiß spontan fast jeder, der selbst in Regenbogenfamilienplanungen involviert ist oder war, dass es nicht selbstverständlich ist, nur freudige Reaktionen auf die Familienplanung zu bekommen. Und das wohl mit am häufigsten in den eigenen familiären Kreisen, die Menschen, die es meist gut mit uns meinen, uns nur positive Erfahrungen wünschen, und uns am ehesten ihre Meinung derart auf die Nase binden, dass wir manchmal daran zweifeln müssen, ob auf der anderen Seite registriert wurde, wie alt wir mittlerweile sind.

Okay, ich kann natürlich nur von mir reden, und dem, was ich aus meinem Umfeld immer wieder mitbekomme. An sich ist ja „alles easy“. Wir dürfen uns glücklich schätzen, einigermaßen tolerante Eltern erwischt zu haben, die uns nach unserem Outing nicht rausgeschmissen haben oder die Hochzeitsfeier boykottiert hätten, und mittlerweile haben sich wirklich alle gut arrangiert mit der Lebensweise ihrer Töchter.

Trotzdem ist da ein Thema, welches so brandheiß und heikel ist, dass es gerne mal ausgeklammert wird: Was passiert, wenn nun noch Kinder ins Spiel kommen? Ist das alles gut und richtig so? Was braucht eigentlich ein Kind? Mutter, Vater, xy? Was sagen die anderen? Welche Vorurteile werden kommen? Wird das Kind diskriminiert werden? Optionales Weltuntergangsszenario.

Wir selbst sind da natürlich schon super reflektiert und haben unsere Position klar gefunden. Sind schon an dem Punkt, dass wir alle diese Fragen klar beantworten können und uns zutrauen, alle Widerstände zu bewältigen. Wir wollen uns das Recht nicht nehmen lassen unser Familienglück zu leben, und fühlen uns ja selst eigentlich nicht anders oder sonderbar. Oma und Opa, Tante, Onkel, usw. können wir uns auch schon in ihren Rollen vorstellen.

Aber unsere Eltern scheinen da hinterherzuhinken… Es scheint, als würden sie gar nicht in die Richtung denken wollen. Und deshalb haben sie verständlicherweise viel zu wenige Stunden ihres Lebens damit verbracht, sich wichtigen Fragen zu stellen um eine realistische Einschätzung zu erreichen. Haben wir sie zu wenig in die Richtung geschubst? Warum? Bringen wir uns in Wahrheit selbst in diese Abseits-Haltung, weil wir das Darüber-Schweigen ermöglichen?
Warum muss über etwas, das ein solch wichtiger Teil unserer Lebensplanung ist, geschwiegen werden?

Eine große Ausnahme möchte ich nicht verschweigen- meine Schwiegermutter, die stets bemüht ist, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen, fragt seit Jahren nach, wie denn der Stand ist. Ihr ist klar, dass es früher oder später soweit sein wird. Auch wenn sie einst schon offen ihre Zweifel geäußert hat (schon das allein hat mich rasend gemacht!), mittlerweile stellt sie sich darauf ein und ich glaube, sie hat viel darüber nachgedacht, dass sie (dorfbekannt) in der Zukunft nicht nur ihre ihre lesbische Tochter in Homo-Ehe, sondern auch noch eine Regenbogenfamilie repräsentieren soll.

Und ich glaube, auch wenn viele Menschen betonen, weltoffen und tolernat zu sein- so unwichtig, wie Andere über uns denken, ist es uns nicht. Weder unseren Eltern -die generationsbedingt andere Ängste plagen- noch wir, die weiterhin von unseren Eltern lieb gehabt werden wollen- auch und gerade dann, wenn wir etwas tun was die Eltern aus ihrer Sicht nicht zu 100% unterschreiben würden.

Es ist schon etwas Trauer dabei, dass wir nicht selbstverständlicherweise nur die üblichen freudigen Reaktionen empfangen werden, wie das ein Hetreo-Paar meist haben würde.
Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas resigniere. Ich möchte nicht mehr diskutieren über Grundsatzfragen, mich bestimmten Argumenten nicht mehr stellen. Die Frau meines Vaters sagte jüngst plump, wir würden einem Kind von vornherein etwas vorenthalten (Vater) und das sei nicht zu verantworten. Aber nicht in einem ernsthaften, ruhigen Gespräch, sondern beiläufig, als wir das Thema nur schnitten. Ich habe beschlossen, meine Energien nicht dafür zu verschwenden. Ich erwarte von unseren Familien, dass sie sich auseinandersetzen, informieren, weil wir und ihre Enkel es wert sind, dass nicht nur ausgeblendet wird. Ich möchte mir nichts ausreden lassen, und daher kommt auch unsere bewusste Entscheidung, unsere Eltern erst mit Ihrer Großelternschaft zu konfrontieren, wenn das Enkelkind schon längst im Anmarsch ist.
Und ich denke, um die Freude werden sie früher oder später keinesfalls herum kommen :-).

Welche Erfahrungen habt Ihr zu erzählen?

Spender? Check ✔

Sooooooo…..!

Nachdem es hier sehr ruhig wurde um diesen Blog nun mal ein kleines, nein, ein riesengroßes Update!

Wir haben vor zwei Wochen auf einen Tipp hin (DANKE nochmals!!) den ersten potenziellen Spender unserer Such-Karriere getroffen, und was soll ich sagen- er ist es, er wird es. 🙂

Nun muss nach unserer Planung noch Weihnachten ins Land ziehen und dann kann es los gehen mit dem warten auf  DEN Zeitpunkt des Eisprungs, hektischen Stimmungen und insemieren auf Hochtouren, um dann wieder weiter zu warten..

Ich bin echt jetzt schon ungeduldig und hibbelig und ich habe an Babyklamotten schon so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann, aus lauter Warterei.

Irgendwie schon ziemlich voreilig, wer weiß ob das überhaupt alles klappt… Vielleicht bleiben wir ja auch kinderlos oder es zieht sich noch Jahre hin?! Wer weiß das schon.

Jedenfalls befinde ich mich seit Monaten auf Eisprungforschung und rechtzeitig zum vorhandenen Spender spielt alles verrückt und gibt mir dementsprechend auch reichlich Gelegenheiten, mich verrückt zu machen. Egal! Bald gehts los….. 🙂