8 ganze Tage.

So lange bleibt die Milchbar schon kalt. Mini Me hat sich plötzlich und entschieden abgestillt und ich habe beschlossen ihm nichts mehr aufzuzwängen anzubieten, wenn er nicht von sich aus kommt. Interessanterweise hat er zeitgleich angefangen den Schnuller zu boykottieren und wenige Tage darauf auch seine Flasche. Sicher hing es auch mit dem Zahnen zusammen, aber nach wie vor- er will wirklich nichts von dem mehr. Großer Junge. Mir geht es gut damit. Nach anfänglichem kühlen, ausstreichen und Salbeitee ist die Milch jetzt zwar noch nicht verrinnt, aber ich habe keine Beschwerden und die Natur nimmt ihren Lauf zurück. Ein schönes Kapitel geht zu Ende. 13 Monate. ❤

Ansonsten geht’s ihm laaangsam besser. Er hat nun (endlich?) eine beidseitige Mittelohrentzündung diagnostiziert bekommen. Letztes WE waren wir nachts im KH wegen schon wieder auftretendem hohen Fieber, es wurde untersucht wie verrückt: Blutentnahme, Streptokokken, Pipibeutel, das volle Programm. Nix kam raus, nur ein kleiner Infekt. Rest ungeklärt. Dienstag Nachkontrolle beim KiA, das selbe. Donnerstag nochmal, nun die Diagnose und jetzt wird mit Antibiotikum behandelt. Gut, dass nicht vorschnell Antibiotika verordnet werden, wir sind jetzt dennoch froh, dass Mini Me  medikamentös geholfen werden kann und es dann bald besser wird. Hat er doch gerade genug zu knabbern an seinen Verlustängsten mir gegenüber. Schon nicht einfach, wenn fremde Kinder einfach sein Revier stürmen und seine Mama bekuscheln wollen. Gerade braucht er gaaanz viel Sicherheit. Soll er kriegen. Das schaukeln wir auch noch.

In diesem Sinne allen ein nettes Wochenende ;-).

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Zeit auf der Wochenstation

So, weiter gehts! Ich werde versuchen, nicht allzu dolle auszuschweifen, denn ehrlich gesagt hab ich darauf keine Lust (EDIT: ist mir aber nicht so gut gelungen). Wir waren heilfroh, als wir endlich heim durften. Die Zeit im Krankenhaus hatten wir uns schöner vorgestellt.

Schon kurz vor dem Kaiserschnitt wurde uns mitgeteilt, dass leider kein einziges der kostenlos beworbenen Familienzimmer verfügbar sei, denn nach wie vor befanden wir uns mitten im Geburtenboom. Uns wurde angeboten, für ein Einzelzimmer zu zahlen, dann würde ein Vater „heraus gebeten“. So war das eigentlich nicht geplant, aber ohne meine Frau im KH, so konnten wir uns das einfach nicht vorstellen, also willigten wir ein. Naja, im Endeffekt kostet dort dann ein Tag das doppelte wie in der anderen Klinik, die für uns vorher in Frage gekommen war (in Zahlen: 94 €). Und die Berechnung fing schon Montags an, d.h. mindestens bis nach der U2 (angenommen Mittwochs) würden knapp 300 € fällig sein. Schöne Scheiße. Das machte schon mal Druck. Egal… Als wir nach der OP ins Zimmer kamen waren wir fröhlich am bonden. Ich hatte den Kleinen auf der Brust und uns war erst mal alles egal. Ich war eh in einem anderen Bewusstseinszustand. 😉 Im Nachhinein fiel uns dann schon auf, dass sich erst mal lange niemand richtig gekümmert hatte. Um den Kleinen schon, der bekam auch wie angekündigt vorsorglich wegen den Medikamenten, die ich in der Schwangerschaft einnehmen musste, ein Überwachungsgerät, welches permanent Herzfrquenz und Sauerstoffsättigung aufzeichnete. Dazu kam ein Sensor ans Füßchen und jedes mal, wenn er sich bewegte gab es einen nervtötenden grell piepsenden Fehlalarm und wir mussten gucken, ob alles in Ordnung ist. Dieses Teil musste der Arme über 2 Tage tragen, weil die Kinderärzte es unbedingt bis zur U2 anlassen wollten. Die Schwestern versuchten immer zu erreichen, dass es früher abkommt, denn es war alles in bester Ordnung, kamen aber nicht durch damit.

Als die Nachtschwester kam (OP war um 14 Uhr) war sie richtig entsetzt, dass mir massenweise Binden nachgestopft wurden, anstatt sie zu wechseln. Sie hat mich dann erst mal gewaschen uns sich ganz lieb um uns gekümmert. Als ich starke Nachwehen bekam, bekam ich auch einen Tropf gegen die Schmerzen, aber der brachte nicht allzu viel. Ich klagte wieder über Schmerzen, aber es gab kein Nachschub. Was das annging sagte jeder was anderes. Die einen sagten, ich solle mich auf jeden Fall gleich melden, damit es nicht in einen Schmerzkreislauf geht. Das andere Extrem war die Aussage der mit operierenden Gyn, die am nächsten Morgen kam. Aussage: „Hier gibt es keine Narkose nach der Narkose mehr.“ :-o. Also hab ich dann meinen Mund gehalten und ertragen. Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Dort gab es einfach an vielen Ecken und Kanten ein Kommunikationsproblem untereinander. Einer wusste nicht, was der andere macht, oder machte es eben einfach komplett anders. Wir wussten nicht immer genau, woran wir sind. Am Dienstag morgen musste ich aufstehen und der Katheter wurde entfernt. Der Weg ins Sitzen, ins Stehen, aufs Klo, zum Fenster und zurück war grausam, aber war das einzige, was half. Und es wurde tatsächlich immer einfacher. Jeden Tag kam auch die Physiotherapeutin, um mich zu quälen. Aber das war gut so. Überhaupt kam ständig irgend ein Fachmann für irgendwas und wollte alles mögliche von mir wissen. Eigentlich immer das selbe. Eigentlich stand das auch alles in der Akte.

In der zweiten Nacht hatte Mine Me Bauchschmerzen, das sei normal, sagten sie. Ich hatte Probleme, ihn aus dem Beistellbettchen zu heben, weil mein Bauch nicht funktionierte. Ich brauchte bei allem Hilfe und war sehr froh, dass meine Frau da war.

Das Anlegen an sich klappte, ich hatte ja Kolostrum und wir warteten auf den Milcheinschuss, der auch nach und nach kam. Aber der kleine Mann nahm zu viel ab. Nach drei Tagen hatte er nur noch knapp 3200 g (bei Geburt 3660). Er war dadurch extrem schlapp und pennte an der Brust immer weg. Die 10%-Grenze war überschritten und deshalb durften wir nicht heim. Stattdessen sollten wir alle drei Stunden ein Prozedere vollziehen. Vorm Stillen auf die Waage, nach dem Stillen auf die Waage, notieren, wieviel g mehr waren, dann zufüttern (teils abgepumptes, teils Aptamil). Und zwar per Sonde, die an der Brust mit in den Mund geschmuggelt wurde. Immer wenn er saugte, musste man mit der Spritze etwas durch die Sonde abgeben. Ja, es ist ein zertifiziertes, stillfreundliches Krankenhaus und so schnell kommt da nicht die Flasche. Es war sehr anstrengend, dieser Rhythmus. An sich steh ich auch total dahinter, so einen großen Aufwand PRO Stillen zu betreiben. Mir hat nur gefehlt, dass sich mal jemand erkundigt hätte, wie es uns geht. Ich fühlte mich schon arg unter Druck, vielleicht wäre der durch ein Gespräch vermeidbar gewesen, aber zu dem Zeitpunkt haben wir uns schon nicht mehr so gut aufgehoben gefühlt, deshalb suchte ich auch selbst kein Gespräch.

Was Mini Me angeht haben sie ihn immer gut betreut und alle Maßnahmen getroffen (bis auf, dass vielleicht schon früher etwas hätte mit aufpäppeln passieren können, BEVOR er so extrem niedrig gewogen hat). Wir haben von Tag zu Tag gehofft, gehen zu können, natürlich nur, wenn es verantwortbar gewesen wäre. Aber mein Gefühl, dass es mir/uns und dadurch auch dem Sohnemann zuhause besser gehen würde, war einfach verdammt stark. Schließlich haben wir ja auch eine super Nachsorgehebamme und einen Kinderarzt und die Fütterungen mussten wir ja zuhause sowieso weiter machen. Dann kamen aber noch die Gelbwerte dazu, die nicht optimal waren. Es war wie verhext. Als dann noch eine Schwester meine Frau fragte, ob sie sich der Verantwortung für uns überhaupt bewusst war, bewegte sich das ganze in eine Richtung, die uns persönlich verletzte. Sofort überlegten wir, ob sie diese Frage jedem x-beliebigen Hetero-Vater auch stellen würde. Und warum überhaupt? Meine Frau riss sich alle Beine aus und war sowas von liebevoll zu dem Kleinen. Am nächsten morgen wurde es noch getoppt. Eine andere Schwester war mit unserem Babyhandling nicht einverstanden und sagte „Geben sie mir Ihr Kind, es tut mir im Herzen weh, wie sie mit ihm umgehen“. Wir fielen aus allen Wolken und reagierten auch sehr emotional und mit vielen Tränen auf dieses Vorkommnis. Es zog einen riesen Rattenschwanz hinter sich. Krisenanruf bei meiner Hebamme, die später auch extra für uns vorbei kam, Gespräch mit der Stationsleitung, die selbst entsetzt über besagte Schwestern war und diesen Eindruck gar nicht teilte, sogar die Krankenhauspsychologin wurde uns noch geschickt. Es ging uns sehr schlecht und wir wollten einfach nur noch stark für unseren Sohn bleiben- denn eigentlich wollten wir nur noch WEG DA!

Samstag gab es eine klitzekleine Zunahme und unter der Voraussetzung, dass wir ambulant kommen, um noch mal Blut abnehmen zu lassen, durften wir Samstag Abend heim. Und dann ging alles bergauf. Der Kleine hat begonnen zuzunhemen, unter liebevoller Aufzucht von uns 😉 und Aufsicht der Hebamme. Die Gelbwerte stiegen nicht weiter an, zum Glück war so keine Behandlung notwendig. Wir waren deshalb noch 2 mal zur Kontrolle  im KH und 2 mal beim Kinderarzt. Er wurde durch das steigende Gewicht immer fitter und wacher. Und wir wollten einfach nur noch in Ruhe in unser kleines, neues Familienleben hineinfinden.

Übrigens hat uns das Krankenhaus doch nur einen Tag Einzelzimmer berechnet (eigentlich gab es zwischenzeitlich eine Absprache über drei Tage und das Zimmer wurde Mittwochs in ein kostenloses Familienzimmer umgewandelt- auf das Einschalten der Stationsleitung hin, die das irgendwie alles komisch fand). Wir denken, dass sie sich nach alledem lieber noch etwas Kulanz haben walten lassen. Warum muss man eigentlich ständig alles darauf überprüfen, ob es vielleicht diskriminierend gemeint sein könnte? Seufz… Das mit dem Familienzimmer war ja auch so eine Sache. So ganz mit rechten Dingen ging das nämlich in der Verwaltung nicht zu. Nun gut, das ist eben unser Los!

Und nun ist Mini Me schon 2 Wochen und 2 Tage alt und hat in etwa sein Geburtsgewicht zurück.Die ersten Tage waren leider etwas getrübt durch die Vorkommnisse, aber wir lassen uns die Freude am kleinen Prinz nicht nehmen! Er ist soo toll! Er ist super entspannt und hat fast immer ein kleines Lächeln auf den Lippen. Ob er wach ist oder schläft.
Heute musste Mama-J den ersten Tag wieder zur Arbeit und der „Alltag“ beginnt.

Wir freuen uns, dass Du bei uns bist, Mini Me, und wir glauben, Du hast Dir genau uns ausgesucht! ❤

 

Abstecher ins Krankenhaus

Seit Donnerstag hab ich Husten mit Atembeschwerden und Stirnkopfschmerzen bekommen. Ich hab kaum noch Luft bekommen und Atmen und Husten war wirklich schmerzhaft.

Samstag war ich in der Fußgängerzone eine kleine Besorgung machen. Das war wirklich nicht weit, weil wir in der Innenstadt wohnen. Nach einigen Metern aber tat mein oberer Rückenbereich beim Einatmen so dermaßen weh, dass ich kaum laufen konnte. Mein Kreislauf war auch sehr schwach und ich hatte wirklich Angst zusammen zu klappen. Wieder zuhause legte ich mich gleich ins Bett und verfiel in große Panik. Während ich mich meinem Heulkrampf hingab fragte ich mich, ob es eine Lungenentzündung sein könnte und informierte mich über die Symptome. Die waren zutreffend. Leichtes Fieber hatte ich auch und der Schleim war reichlich. „Ohgott, was ist mit Mini Me? Gehts dem Kleinen gut? Bestimmt muss ich jetzt Antiobiotika nehmen, wie bekommt das Mini Me? Ohgott, mein Kind!“. Ich war nur noch panisch, fragte meine Hebamme und besprach mich mit einer guten Freundin, und es hieß also: Sofort ins KH und das abklären lassen.

Ich brauchte und wollte unbedingt, dass meine Frau mich begleitet. Die war auf der Arbeit, aber ich war sicher, es würde eine Möglichkeit geben, dass sie zu mir kommen kann. Als ich sie erreichte tat sie das dann auch (süß, sie war ganz aufgeregt und besorgt- ich hatte mich bis dahin schon etwas beruhigt).

Angekommen im KH schickte mich die Notaufnahme zu allererst hoch zum Gynäkologen, bevor sie meine Lunge untersuchen und entscheiden würden. Der Gyn nuschelte ganz leise und ich verstand ihn kaum und es war mir sehr unangenehm, dass ich mich das erste Mal im Leben von einem Mann vaginal untersuchen lassen musste. Ich weiß, darauf muss ich mich langsam auch in Bezug auf die Geburt einstellen. Aber er untersuchte sehr gründlich und wir erfuhren, dass vermehrtes, dolles Husten Einfluss auf den Muttermund haben kann. Aber alles war fest verschlossen und unser Baby hach… es ist ja sooo groß geworden. ❤ Mini Me ging es super, und so konnten wir natürlich schon vor Mittwoch einen kleinen Blick riskieren. Es ist 180 g schwer und der Kopfumfang 14 cm :-). Bauchumfang auch und die Oberschenkel sind 2,2 cm lang. Der Arzt schrieb noch den Arztbrief, anschließend gingen wir wieder in die Aufnahme. Ich bekam ein Bett und es wurde ein EKG gemacht und all solche Sachen. Außerdem wurde mir gefühlt ein Viertel meines Blutes abgezapft, um ein großes Blutbild zu machen. Dann passierte stundenlang gar nichts (Blutwerte sollten eigentlich nach 3 h da sein). Irgendwann kam die Internistin und hörte mich ab. Spät am Abend dann das Ergebnis. Keine erhöhten Entzündungswerte.

Nach 8 Stunden im KH wieder nach Hause und ab ins Bett. Erleichtert. Nun gehts mir schon besser und ich muss mich noch etwas ausruhen und endlich wieder ganz gesund werden!

Blutungen, Notfallambulanz & Ultraschall

Heute morgen, an 5+3, habe ich leichte Blutungen bekommen. Ich war schockiert, Frau auch, aber die hat es sich nicht anmerken lassen.

Nach einer spontanen Sofortkrise mit Tränen- und Nervenzusammenbruch habe ich organisiert, dass die Kinder zu mittags abgeholt werden und bin danach in die Notfallambulanz eines unserer potenziellen Geburts-KH’s gefahren.

Dort musste ich sage und schreibe drei Stunden warten, bis ich zur Gynäkologin konnte, aber sie war ganz lieb. Überhaupt alle dort. Sie nahm sich viel Zeit und war überhaupt nicht so doof wie die Schrulle neulich, ganz im Gegenteil.

Naja, sie hat jedenfalls eine Fruchthöhle im US gefunden. Zwar noch keine sichtbare Embryonalanlage, aber wir sollen jetzt mal abwarten und Tee trinken bis zu unseren Termin am 11. Juli bei der Gyn. Sie meinte, man könne leider nicht sagen, ob es eine Blutung im Laufe der Schwangerschaftsentwicklung ist oder ein Zeichen, dass etwas nicht mehr intakt ist. Da können wir nur abwarten. Ich hoffe, die Blutung hört auf, aber es ist wirklich nur ganz leicht. Doof ist es trotzdem. Grummel.

Aber zumindest habe ich das erste Fruchthöhlen-Ultraschallbild meines Lebens bekommen! Ach ja, in der Gebärmutter sitzt die Fruchthöhle auch.