Die Sache mit der Pränataldiagnostik

http://www.arte.tv/guide/de/048370-000/am-anfang?autoplay=1#arte-header

Auf einem Besuch im Kaiserinnenreich bin ich auf diese Arte- Doku aufmerksam geworden. Das Thema geht ja an keiner Schwangeren vorbei. Was ist wenn? Was will man überhaupt alles wissen? Welche Entscheidungen müss(t)en getroffen werden?
Ich finde den Film sehr sehenswert, er berührt mich und gibt mir zu denken, wundern, inne halten. Näheres vielleicht in den Kommis, wenn den Film jemand von Euch auch gesehen hat. Noch eine Woche kostenlos anzusehen unter obigem Link.

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Besuch beim Kinderkardiologen

Weil der Kinderarzt ein relativ lautes Nebengeräusch beim abhören des Herzens festgestellt hat wurde ja heute noch mal ausführlich und mit sämtlichen Spezialfunktionen ge-ultraschallt und ein EKG gemacht + Blutdruck gemessen.

Herausgekommen ist, dass Mini Me tatsächlich ein kleines Loch im Herzen hat, in der Zwischenwand. Dieses Loch haben anfangs alle Babys, und bei einigen verschließt es sich nicht komplett. Ist gar nicht so selten und meist kein Problem, so lange die vier Lungenvenen nicht betroffen sind. Das Loch liegt etwas ungewöhnlich, aber der Arzt hat gesagt, er geht zu nahezu 100% davon aus, dass mit den Lungenvenen alles in Ordnung ist. Weil Mini Me die Untersuchung nicht so toll fand, waren die Schallbedingungen nicht sooo optimal, daher nochmal Kontrolle im Juli. Wenn er irgendwie auffällig sein sollte, was Atmung oder Trinkverhalten angeht, dann sollen wir zum Kinderarzt und wir würden notfalls noch am gleichen Tag vom Kinderkardiologen empfangen werden- da meinte er „das kann ich deshalb anbieten, weil ich weiß, dass es nicht passieren wird.“.

Sollen uns also keine Sorgen machen und tun wir auch nicht. Ist ja propper und agil der Kleine.

Abstecher ins Krankenhaus

Seit Donnerstag hab ich Husten mit Atembeschwerden und Stirnkopfschmerzen bekommen. Ich hab kaum noch Luft bekommen und Atmen und Husten war wirklich schmerzhaft.

Samstag war ich in der Fußgängerzone eine kleine Besorgung machen. Das war wirklich nicht weit, weil wir in der Innenstadt wohnen. Nach einigen Metern aber tat mein oberer Rückenbereich beim Einatmen so dermaßen weh, dass ich kaum laufen konnte. Mein Kreislauf war auch sehr schwach und ich hatte wirklich Angst zusammen zu klappen. Wieder zuhause legte ich mich gleich ins Bett und verfiel in große Panik. Während ich mich meinem Heulkrampf hingab fragte ich mich, ob es eine Lungenentzündung sein könnte und informierte mich über die Symptome. Die waren zutreffend. Leichtes Fieber hatte ich auch und der Schleim war reichlich. „Ohgott, was ist mit Mini Me? Gehts dem Kleinen gut? Bestimmt muss ich jetzt Antiobiotika nehmen, wie bekommt das Mini Me? Ohgott, mein Kind!“. Ich war nur noch panisch, fragte meine Hebamme und besprach mich mit einer guten Freundin, und es hieß also: Sofort ins KH und das abklären lassen.

Ich brauchte und wollte unbedingt, dass meine Frau mich begleitet. Die war auf der Arbeit, aber ich war sicher, es würde eine Möglichkeit geben, dass sie zu mir kommen kann. Als ich sie erreichte tat sie das dann auch (süß, sie war ganz aufgeregt und besorgt- ich hatte mich bis dahin schon etwas beruhigt).

Angekommen im KH schickte mich die Notaufnahme zu allererst hoch zum Gynäkologen, bevor sie meine Lunge untersuchen und entscheiden würden. Der Gyn nuschelte ganz leise und ich verstand ihn kaum und es war mir sehr unangenehm, dass ich mich das erste Mal im Leben von einem Mann vaginal untersuchen lassen musste. Ich weiß, darauf muss ich mich langsam auch in Bezug auf die Geburt einstellen. Aber er untersuchte sehr gründlich und wir erfuhren, dass vermehrtes, dolles Husten Einfluss auf den Muttermund haben kann. Aber alles war fest verschlossen und unser Baby hach… es ist ja sooo groß geworden. ❤ Mini Me ging es super, und so konnten wir natürlich schon vor Mittwoch einen kleinen Blick riskieren. Es ist 180 g schwer und der Kopfumfang 14 cm :-). Bauchumfang auch und die Oberschenkel sind 2,2 cm lang. Der Arzt schrieb noch den Arztbrief, anschließend gingen wir wieder in die Aufnahme. Ich bekam ein Bett und es wurde ein EKG gemacht und all solche Sachen. Außerdem wurde mir gefühlt ein Viertel meines Blutes abgezapft, um ein großes Blutbild zu machen. Dann passierte stundenlang gar nichts (Blutwerte sollten eigentlich nach 3 h da sein). Irgendwann kam die Internistin und hörte mich ab. Spät am Abend dann das Ergebnis. Keine erhöhten Entzündungswerte.

Nach 8 Stunden im KH wieder nach Hause und ab ins Bett. Erleichtert. Nun gehts mir schon besser und ich muss mich noch etwas ausruhen und endlich wieder ganz gesund werden!

Zucker und so

Auf Anraten meiner Hebamme bin ich heute mal offiziell krank (nachdem die Nebenhöhlenentzündung nach über einer Woche nicht besser ist, sondern eher erhöhte Temperatur und kalten Schweiß mit sich bringt).

Was natürlich nichts daran geändert hat, dass heute morgen mein Termin beim Diabetologen war, den ich nicht sausen lassen wollte (wäre ja schön, nächste Woche für die Gyn schon Ergebnisse parat zu haben).

Angekommen stellte ich fest, dass sie nicht nur einen Nüchtern-Vergleichswert machen wollten, sondern den ganzen großen Test. Nun gut. Als ich aber dann bei meiner zuständigen Arzthelferin saß (Rieeeeesenpraxis mit Wartebereichen ohne Ende -von A bis E habe ich gesehen- sowie zahllosen Gängen und Abzweigungen) bemerkte ebensolche die meine über den norddeutschen Slang deutlich hinaus gehende nasale Aussprache und sagte, so könne ich wieder gehen, da die Ergebnisse durch mene akute Krankheit verfälscht werden könnten. Dies widerum bedeutet aber auch, dass der Wert von 117 letzte Woche vielleicht auch verfälscht gewesen sein könnte, denn gekränkelt habe ich ja auch zu diesem Zeitpunkt schon *spekulier* ;).

Nungut, zumindest nahm sie nen Pieks aus dem Ohr (Wert: 90) und einen venösen Wert (bisher unbekannt) ab. Den großen Test machen wir in meinem Urlaub am 1. Oktober.

Übrigens zum Thema Kindsbewegungen: Ja, ich spüre seit einiger Zeit dieses Flattern, Popcorn-aus-Maschine-ploppen, Seifenblasenplatzen, Zucken in meiner wachsenden Gebärmutter. Und das ist bestimmt unser kleines Mini Me, das schon mal klopft :-). Und seit heute meine ich, dass das alles auch etwas deutlicher, kräftiger zu spüren ist.
Und mal wieder das Gefühl. Das ist alles so unglaublich. Was haben wir für ein Glück. Es ist unfassbar <3. Wir lieben Dich, Mini Me! Und ich liebe es, wie Mama-J sich so dolle dolle auf Dich freut, genau wie ich.

Und ich kanns kaum erwarten, dass die derzeitigen Hibblerinnen mit auf die Kutsche aufspringen :-). Rauf mit Euch aufs Hormongefährt! 🙂

10. SSW: Erste Vorsorgeuntersuchung (Gyn)

Heute hatten wir unsere erste Vorsorgeuntersuchung bei unserer Frauenärztin. Es ist einfach unfassbar. Kaum zu glauben. Das Kleine wächst und die Schwangerschaft ist intakt. Welch ein Glück wir haben!

Es ist nun 2,41 cm groß und hat meiner Frau gewunken (mir nicht, denn ich hab die Bewegung nicht als solche erkannt, die Gyn aber dafür :D)! Nun gut. Die beiden kommunizieren ja auch immer auf sonderbare Art und Weise- also Mama-J und Mini Me, nicht die Gyn und Mini Me. Hihi.

Es ist alles in Ordnung, alle Untersuchungen waren bisher unauffällig. Mein Blut wird jetzt wegen meinem Job noch auf Ringelrötel-Immunität überprüft. Toxoplasmose-Immunität war negativ, meine Frau darf also weiterhin das Katzenklo reinigen, herzlichen Glückwunsch :). Keine Risikoschwangerschaft, nur schonen bis in vier Wochen. Mini Me’s Entbindungstermin wurde auf den 01. März 2014 gelegt. Die nächste Vorsorgeuntersuchung  in vier Wochen soll Hebammensache sein, aber auf meinen Wunsch wird in drei Wochen noch mal ein Ultraschall gemacht, um die kritische Probezeit abzuhaken.

So kann es weitergehen! Wir sind glücklich! Danke !!! 🙂

7. SSW: Das Herzchen pocht <3

Uff. Hier folgt nun der Bericht von unserem gestrigen, lang herbei gesehnten, gefürchteten Gyn-Termin.

Wir konnten beide schlecht schlafen, und waren auch zeitweise schon früh wach. Wie in Trance haben wir uns auf den Weg gemacht, waren eine halbe Stunde früher da. Dann mussten wir gefühlte Ewigkeiten warten. Anfangs gings mir gut, aber je mehr Zeit verging, desto mehr mutierte ich zum nervlichen Wrack. Ich war innerhalb einer Stunde fünf mal am Klo, was zum einen am nervösen Magen lag, zum anderen daran, dass ich für die Blutentnahme in kurzer Zeit nen ganzen Liter getrunken hatte. Die Arzthelferinnen waren nur noch am schmunzeln, machen sie bei den vielen Schwangeren bestimmt öfters mal.

Als wir dann um 9.30 Uhr endlich von der (uns bisher unbekannten) Ärztin geholt wurden, durften wir in das (uns bisher unbekannte) Behandlungszimmer gehen. Nach einem kurzen Gespräch fing der Schall an und sie brauchte nicht suchen. Man sah sofort die Fruchthöhle. Aber nicht nur die…. Alles was ich völlig neben der Spur sagen konnte war „Da ist was drin…..!!!“. Ich hatte so Angst, die Fruchthöhle, die ich letzte Woche im KH zu sehen bekommen hatte, könnte vielleicht nicht mehr als eine leere Fruchthöhle sein.

Als die Ärztin dann sagte, sieht alles gut aus und nen Herzschlag könne man noch nicht sehen, sahen wir alle etwas kräftig pulsieren. Ein kleiner, kugelrunder Klopsemops mit etwas pochendem :). Unbeschreiblich. Ein kurzer, fassungsloser Blick zu meiner Frau verriet, dass sie bis über beide Backen am Grinsen war, versunken in den Baby-TV-Bildschirm. Mini Me ist 5 mm groß, seine Fruchthöhle 15 mm.

Naja, danach klärten wir dann noch die Fragen, was Blutung, usw. angeht. Sie meinte, normal ist es nicht, kann aber vorkommen. Ich soll mich vor allem schonen. Aus ärztlicher Sicht würden sie mich am liebsten bis zur 13. Woche krank schreiben. Problem- dann hab ich kein Geld zum Leben und meine Frau kriegt uns als Normalverdiener logischerweise nicht beide komplett durchgestemmt.  Ich hab mir also erstmal für die nächsten 14 Tage ne Krankmeldung mitgeben lassen und werde sie zeitweise einlösen, falls mein Körper + Seele mir zu verstehen geben, dass es besser so ist. Solang ich im Job etwas Stress reduzieren kann, arbeite ich weiter. Angst hab ich natürlich trotzdem, aber ich bin mal zuversichtlich.

Weiterhin nehme ich Utrogest ein und vorsorglich Magnesium, um die Gebärmutter zu entlasten. Folsäure ja sowieso, klar.

Blut wurde noch abgenommen, um einen Toxoplasmose-Test durchzuführen. Urin hab ich auch abgegeben, davon hatte ich während meinem Aufenthalt in der Praxis ja genug :D.

Nächster Termin ist am 29.07., dann bei unserer tollen Ärztin, die mir dann den Mutterpass aushändigen wird. Hoffentlich. Wenn alles gut weitergeht!

Lilypie Maternity tickers

Die Nachuntersuchung

Heute morgen war mein Arzttermin.

Als ich vom Wartezimmer vor die Tür des Untersuchungsraumes gesetzt wurde, wurde ich erst mal sehr, sehr traurig. Denn es kam erst eine Hochschwangere mit Urinbecher vorbei, und im Zimmer wurde gerade bei einer Anderen die Schwangerschaft fest- und der Mutterpass ausgestellt. Ist etwas hellhörig, ja, zumindest wenn auf der anderen Seite der Tür eine Frau mit Fehlgeburt sitzt, die Elefantenohren bekommt. Seufz.

Naja, ansonsten war die Untersuchung eher ein Follikel-Monitoring als alles andere. Es war schnell klar, dass alles okay ist und nichts gegen eine Insemination diesen Zyklus spricht. Allerdings wird es noch ein paar Tage dauern bis das Ei springt, weil das größte Follikel im rechten Eierstock gerade 13 mm misst. Schleimhaut ist aber schon hochaufgebaut.

Sie kam mir heute ein bisschen neben der Spur vor. War erstaunt, dass mein Ovutest schon leicht ausschlägt (das tut er seit Montag- ist aber normal bei mir), sagte, wir könnten ein bisschen Monitoring in der 2. Zyklushälfte betreiben, oder auch nicht, müssen wir eigentlich nicht, aber wenn ich will schon… Sagte, ich könne noch Mönchspfeffer nehmen, oder auch nicht, oder doch… Sagte, man kann wenn es nicht klappt auch Clomifen geben, muss man aber eigentlich bei mir noch nicht, aber wenn ich will schon… Auf meine Frage, ob ich bei positivem Test Blut abnehmen soll bevor der erste Ultraschall ist, meinte sie, naja, es ist nicht so richtig repräsentativ, bringt eigentlich nicht viel, aber wenn ich will, dann machen wir es doch… Und so weiter… Erst war ich ein bisschen verunsichert, dann hab ich es aber mit Humor genommen. Wahrscheinlich will sie einfach viel mir überlassen.. Und wahrscheinlich findet sie uns als werdende Eltern einfach super spannend und will uns oft sehen… :-). Als ich reinkam sprach sie mich gleich an „Ach Hallo Frau XY, haben Sie heute einen Termin? Sind die 2 Wochen etwa schon rum?“….

Nun gut, ich werde mir zusätzlich zum Tee noch Mönchspfeffer holen und habe außerdem gleich ein Rezept für Utrogest bekommen, welches ich unterstützend nehmen kann, sobald wir einen positiven Test in den Händen halten. Auf weiteres Schallen werde ich erstmal verzichten. Ist ja terminlich bei mir super schlecht einzurichten. Wäre die Praxis hier um die Ecke und nicht 35 km entfernt, würde ich es mir vielleicht überlegen. Und Clomi kommt jetzt auch erstmal nicht in Frage. Wir haben ja gesehen, dass es funktioniert.

Brauche gedrückte Däumchen fürs Ei (oder Mehrere- ich habe eine leichte Neigung zur Mehreiigkeit… Ich weiß nicht, wie sie es genannt hat- Meine Frau hat fast der Schlag getroffen, als sie das gehört hat :D).

Dumme Idee :-(

Ich geh nie wieder als Notfall mit Schmerzen getarnt zum Frauenarzt, um die Sache zu beschleunigen! Hätt ich das bloß sein lassen!

Jetzt macht die doofe Frau (Vertretungspraxis) mich verrückt und das Wort Eileiterschwangerschaft (bzw. evtl. nicht intakte Schwangerschaft) steht im Raum und ich kann es sowas von gar nicht einschätzen. ob die nur zu unfähig für Ultraschall war, zu hektisch, weil angeblich die einzige ambulante Frauenärztin am Brückentag in ganz Hamburg oder zu homophob, um in Rekordgeschwindigkeit ne entsprechend große Fruchthöhle zu finden. Aaargh!

Blut abgenommen, um die Höhe des HCG’s mit der potenziellen Fruchthöhle zu vergleichen, die ihr gegen Ende (aber auch nur vielleicht) ins Auge gefallen ist. Dumme Kuh.

Später mehr! Zu viele Vielleicht’s für mein letztes Urlaubswochenende…!