Geschwisterchen in progress

Da ich ja unsere Kinderwunschangelegenheiten momentan eher auf Instagram  breittrete  dokumentiere, möchte ich hier den aktuellen Stand auch noch mal festhalten. 

Ich befinde mich heute an Zyklustag 72 im 3. ÜZ. Nein, kein Tippfehler! Nachdem im November zwei Insis stattfanden gab es den ein oder anderen sehr schwach positiven Schwangerschaftstest. Das bestätigte sich allerdings nicht und ich bin definitiv so unschwanger wie es nur geht, was mir auch mein Gyn per Ultraschall attestierte. Er attestierte sogar, dass mein Zyklus zur Zeit so rein gar nichts macht. Einfach null Komma nix zu sehen. 

Aktuell nehme ich Utrogest um die Mens auszulösen. Und dann werden wir in den ersten Clomifen- Zyklus mit Follikel-TV starten. Es ist schön, dass mein Gyn uns da so selbstverständlich unterstützt. Leider ist es schwer für uns entspannt zu sein in Anbetracht der Tatsache, dass unser Spender über kurz oder lang das spenden komplett einstellen wird und irgendwie am liebsten schon eingestellt hätte. Außerdem plant er einen längeren Auslandsaufenthalt in ca einem Jahr. So haben wir leider wenig Ruhe um uns mit solchen Monsterzyklen auseinanderzusetzen. Ich bin ganz gespannt und guter Dinge, was das Jahr 2017 für uns bereit hält. 

Zunächst einmal fahren wir im Januar in den Urlaub (Fuerteventura), währenddessen starte ich mit Clomifen, und hoffentlich können wir dann nach dem Urlaub inseminieren. Wir brauchen Eure Daumen, das ist ja klar ;). 

Ach und wisst Ihr was? Unser Bär wird im Februar schon 3 Jahre alt! Das ist einfach Wahnsinn.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins hoffentlich gesunde und glückliche 2017. 💖

Alle Klarheiten beseitigt

Bald (September) soll es los gehen mit dem werkeln an Baby No 2. Der Spender steht auch schon in den Startlöchern. Allerdings sind meine Zyklen gerade sehr kreativ (kreativ lang trotz Zyklustee!).

 Vor kurzem hatte ich eine Vorsorge bei meiner „neuen“ Gyn (mit der ich gar nicht so 100% glücklich bin), nennen wir sie Frau Dr. Z. Sie riet mir noch zu einem Besuch bei einem Endokrinologen. 

Schön, dass ich in der Nähe einen Gynäkologen entdeckt habe, der auch endokrinologische Zusatzqualifikationen hat, nennen wir ihn Herr Dr. H. Bei ihm habe ich am 15.09. einen Termin bekommen. Mal sehen, wie der so ist. Er hat einen ziemlich guten Ruf. Das wird dann auch eine Premiere für mich, denn ambulant gesehen habe ich immer FrauenärztINNEN bevorzugt. Aber wer weiß… 😊 Schilddrüse und Zucker wurden dieses Jahr schon untersucht, und es war beides unauffällig. 

Vor 2 Tagen erhielt ich dann allerdings einen Anruf von Frau Dr. Z’s Empfangsdame, ich solle einen weiteren Kontrolltermin vereinbaren. Das löste erst mal viele Fragezeichen aus 🤔. 

Am nächsten Tag rief ich zurück und erfuhr, dass meine Entzündungswerte mit dem Wert 3 erhöht sind (PAP III). In 3 Monaten soll nochmal ein Abstrich wiederholt werden. Uff! Dr. Google ist natürlich gleich angesprungen… Und ganz automatisch kommt dann auch das schlimmste in den Sinn (KREBS? Evtl. vielleicht? Unwahrscheinlich… Die meisten Frauen haben irgendwann mal erhöhte Werte… und wenn doch?).  Unterm Strich sehe ich alles erstmal recht entspannt.

Und so möchte ich doch von Euch mal wissen: Hatte schon mal jemand so einen Befund? Und sind die Werte dann wieder runter gegangen? 

Das alles werde ich auch am 15.09. mit dem neuen Gyn besprechen. Falls ein Eisprung schon vor dem 15.09. stattfinden sollte würde ich jetzt dazu tendieren, trotz allem zu inseminieren. Mein Körper wird schon wissen ob er schwanger wird oder nicht. Und ganz ehrlich gesagt- mit dem Risiko einer Fehlgeburt lebe ich doch eh. Die alten Hasen von Euch wissen ja, dass wir vor unserem Mini Me eine frühe Fehlgeburt hatten. Und niemand garantiert, dass es nie wieder zu einer Fehlgeburt kommen wird. 

„Da hatten sie aber Glück“ murmelte mir Frau Dr. Z. zu, als wir nach der kürzlichen Untersuchung zum Empfangstresen gingen.  „Womit???“ – „Ja, dass das mit der Schwangerschaft so geklappt hat.“ – „Wir sind dankbar. Aber… Ist das nicht immer großes Glück? Bei jeder Frau?“….

Unser großes Glück ist genau heute 2einhalb Jahre alt. 

Danke, dass es Dich gibt, Mini Me, unser Bär! Wir haben schon mal eine kleines Geschwisterchen für dich beim Storch bestellt. ❤

Kinderwunschgedöns #2

Vielleicht sollte ich Euch auch mal zu Baby No. 2 auf dem Laufenden halten.

Im Herbst soll es ja los gehen. Wenn es nach mir geht- im September. Im Februar wird der Bär ja schließlich schon 3 Jahre alt und wer weiß, wie viele Anläufe wir brauchen werden.

Derzeit bin ich mit Zyklusbeobachtung beschäftigt  (und mit abnehmen, 12 Kilo sind schon runter). Leider ist der Zyklus gerade etwas lang, nachdem er sich eigentlich nach dem Stillende wieder eingependelt hatte. Daher nehme ich seit einiger Zeit Mönchspfeffer und Zyklustee habe ich auch da, trinke aber derzeit nicht, weil ich erst noch mal abwarten möchte wie der Mönchspfeffer anschlägt. Gerade in diesen Tagen bin ich wieder fleißig am Ovutests machen. Habe mir auch einen gebrauchten Clearblue Fertilitätsmonitor von annodazumal besorgt,  aber irgendwie ist da noch der Wurm drin, oder ich bin einfach zu doof. 😂 Vielleicht mal die Packungsbeilage suchen?! Gute Idee. Angeblich soll er ja kompaktibel sein mit den derzeit erhältlichen Teststäbchen. 
Naja, solange teste ich erst mal mit den Billigstreifen weiter.

Was steht noch an? Ab Juni werde ich täglich Folsäure & Co (Schwangeren- & Müttervitamine von Doppelherz) einnehmen.
Im August hab ich dann einen Termin bei der Gynäkologin,  um noch mal durchzuchecken und alles zu besprechen.

Ach und da wäre ja noch was- mit dem Spender reden. Nicht ganz unwesentlich 😉. 
Allerdings geht es hier eher um organisatorisches, da er vor nicht allzu langer Zeit sein Versprechen für ein Geschwisterkind erneuert hat. Wir stellen uns darauf ein, dass wir uns irgendwo im Hotel treffen werden. Vermutlich werde ich den Bär zur Babysitterin fahren (und Mama J holt ihn dann nach ihrer Arbeit dort ab), mich allein auf den Weg in die Gegend des Spenders machen, im Hotel schlafen und dann früh morgens wieder nach Hause fahren.
So ganz zumutbar ist die Strecke zu uns für den Spender mittlerweile nicht mehr. Mit 2,5 bis 3 Stunden einfache Fahrt muss man da schon rechnen. Und er muss ja auch wieder zurück. Und dann auch noch recht spontan. Uff. Das wollen wir ihm nicht wirklich zumuten.

Hier laufen die Vorbereitungen quasi auf Hochtouren. Begleitet von einem Kleinkind tief in der Autonomiephase. Uns geht es gut, könnte man also sagen. Oder auch: Warum sollte es uns besser gehen als allen anderen? 😆

Habt schöne Pfingsten und bis bald ! 😊

Hexenküche, here we come :-)

Vor ein paar Monaten sagte ich noch, ich würde diese in meiner Vorstellung grauenhaft anmutende Brühe nur im äußersten Notfall trinken (Gruß an http://regenbogenfamilie.eu/), aber ich habe Meinung geändert (Gruß an http://robobaby.wordpress.com/ ;-)).

Soeben habe ich nach längerer Recherche in einer Internetapotheke zwei Teemischungen bestellt, und zwar eine für die erste Zyklushälfte, die ja am Montag begonnen hat, und eine für die zweite Zyklushälfte. Ich glaube an die unterstützende Wirkung von Heilkräutern, zumal dessen Verwendung auf eine enorm lange Geschichte und Tradition zurückblicken kann. Soviele Frauen konnten doch nicht irren, und Hebammen, die das Rezept ja entwickelt haben sollen, sind in meinen Augen sowieso heilig!

Meine Frau verfällt in hämisches Grinsen, wenn sie nur daran denkt, dass ich nun Tee trinke um schwanger zu werden und fragt mich verschmitzt, ob ich den Tee im Rausch inseminieren würde. Ob ich mir aber immer noch darüber im Klaren sei, dass zum schwanger werden Sperma benötigt werde. Ich bin empört! 😉

Diese Mens über ist mir aufgefallen, dass etwas ganz anders ist als sonst immer, und zwar vermute ich, dass sich die Schleimhaut gar nicht ausreichend aufgebaut hatte. Hätte sie dies getan, so hätte sie wohl auch wieder den Weg nach draußen gesucht. Vielleicht ist dieser Tee also gar nicht so schlecht. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob ich ihn runter kriege, denn freiwillig trinke ich eigentlich nur Früchtetee.

Natürlich werde ich berichten! Und hoffe, die Tees kommen schnnell an. Ab nächste Woche Freitag werde ich wieder ovutesten.

Bild

Zyklustag No. 1 !!!

Herbei gesehnt wie selten zuvor- nun ist sie da, die Mens, und somit der Zyklustag Nr 1 des Zyklusses :-).

Jetzt können wir die fruchtbaren Tage eingrenzen. Sie werden irgendwann zwischen dem 2. und 7. Januar 2013 liegen, eher 2./3./4.. Wenn der Zyklus so bilderbuchartig weitergeht wie die letzten, dann können wir also gleich zu Beginn von 2013 unser Babyprojekt starten. Da ich am 2. Januar 2013 noch einen finalen Kontrolltermin bei der Gyn habe, könnte diese dann ja praktischerweise gleich mal Eisprungforschung ultraschallen ;-). 

Früher hatte ich Zyklen von 6 Wochen, das hat sich allerdings in den letzten Jahren stark eingependelt, insbesondere in den letzten Monaten. Nur bei Geschwichtsschwankungen kann ich sicher sein, dass sich das dann auch im Zyklus bemerkbar macht.

So verrückt wie ich bin habe ich natürlich auch schon den potenziellen ET ausgerechnet- der da am 27.9.2013 wäre. Was wäre das hübsch, schon im Herbst eine Familie werden zu dürfen!!!

Langsam bekomme ich Lampenfieber.

Tick Tack Tick Tack… Der Countdown läuft!

Nachdem ich überwältigt bin über soviel Resonanz zu meinem letzten Post *Kinnlade langsam wieder hoch schieb* kann ich verkünden, dass der letzte Übungszyklus heute angefangen hat. Demnach prophezeit mir mein liebes App, MyDays, welches neuerdings grandios zuverlässig prophezeit (oder meine Mens ist eben neuerdings grandios regelmässig :D), dass DIE fruchtbaren Tagen, jene welche, zwischen dem 7. und 12. Januar 2013 liegen werden.

Ich bin da vielleicht auch ein bisschen fanatisch drauf, aber momentan bin ich nur am kontrollieren und durchrechnen und planen, und gedanklich durchgehen, und ich wünschte, es wäre schon anderhalb Zyklen später :-).

Nunja, auf jeden Fall heißt es jetzt noch ein letztes Mal, ab dem 10. Zyklustag die Ovu-Testorgie zu starten (natürlich zweierlei, denn nur einer wäre ja langweilig! Einmal Facelle von Rossmann, die Klassischen mit den zwei Streifen, und einmal Clearblue digital mit dem charmanten heteronormativen „Jetzt-bitte-losvögeln-Smiley“ *räusper*). Da mein Zyklus ja wohl (vielleicht zum letzten Mal? lach) wieder so brav und vorhersehbar sein wird, kann ich jetzt schon versichern, dass die Tage, an denen beide Tests gleichermaßen Alarm schlagen, zwischen dem 16. und 18. Zyklustag liegen werden. Das werden auch die Tage sein, an denen Zervix dies alles nochmal bestätigt, während meine Körpertemperatur auf alle Gesetzmäßigkeiten pfeift.

Zunächst habe ich per Hand Tabelle über meine Aufwachtemperatur geführt. Das hat mich so sehr genervt, dass ich mir ein Cyclotest Baby-Computer ersteigert habe, der eigentlich nichts taugt, außer Temperatur zu messen und diese zu speichern. Problematisch nur, dass ich dann festgestellt habe, dass meine Körpertemperatur von Tag zu Tag so dermaßen schwankt, dass es eigentlich verboten gehört -zumindest für jegliche Zyklusbeobachtungen völlig untauglich ist. Ende vom Lied ist, ich hab das gute Teil nun wieder weiter versteigert und dabei elf Euro mehr rausbekommen als zuvor ausgegeben, aber pssssst ;-).

Nach der Ovutestorgie wird dann also der Zyklus brav zuende gehen, der neue wird anbrechen, es wird DER Zyklus sein, in dem unser Babyprojekt startet, und wahrscheinlich wird alles, aber auch ALLES anders sein, wetten? Ich bin gespannt. Ich bin neugierig. Ich bin hibbelig und mache mir zuviele Gedanken und, und, und. Aber wahrscheinlich bin ich da einfach ne ganz normale Frau, die sich ein Kind wünscht! Eine stinknormale lesbische Frau, die mit ihrer besseren Hälfte eine Regenbogenfamilie gründet und ein Wunschkind plant, welches jetzt schon heiß und innig geliebt und herbeigesehnt wird…!

Spender? Check ✔

Sooooooo…..!

Nachdem es hier sehr ruhig wurde um diesen Blog nun mal ein kleines, nein, ein riesengroßes Update!

Wir haben vor zwei Wochen auf einen Tipp hin (DANKE nochmals!!) den ersten potenziellen Spender unserer Such-Karriere getroffen, und was soll ich sagen- er ist es, er wird es. 🙂

Nun muss nach unserer Planung noch Weihnachten ins Land ziehen und dann kann es los gehen mit dem warten auf  DEN Zeitpunkt des Eisprungs, hektischen Stimmungen und insemieren auf Hochtouren, um dann wieder weiter zu warten..

Ich bin echt jetzt schon ungeduldig und hibbelig und ich habe an Babyklamotten schon so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann, aus lauter Warterei.

Irgendwie schon ziemlich voreilig, wer weiß ob das überhaupt alles klappt… Vielleicht bleiben wir ja auch kinderlos oder es zieht sich noch Jahre hin?! Wer weiß das schon.

Jedenfalls befinde ich mich seit Monaten auf Eisprungforschung und rechtzeitig zum vorhandenen Spender spielt alles verrückt und gibt mir dementsprechend auch reichlich Gelegenheiten, mich verrückt zu machen. Egal! Bald gehts los….. 🙂

Die Biologie der Frau(enärztin)

Ich liebe meine Frauenärztin!

Nein, ich liebe meine Frau. Aber meine Frauenärztin liebe ich auch.

Heute war ein ganz besonderer Tag. Wir haben den ersten hochoffiziellen Termin in Sachen Kinderwunsch wahrgenommen. Der Beratungstermin bei der Frauenärztin.
Und sie ist einfach ein Engel. Nicht zuletzt habe ich sie ausgewählt, weil die Praxis einen äußert guten, gay-frienly-mäßigen Ruf hat. Das war allerdings gar nicht so einfach an diese Informationen zu kommen. Dazu musste ich ein wenig erfinderisch sein, aber nun gut. Anderes Thema.

Jedenfalls ist es ein seltsames, tolles Gefühl, mit einer Frauenärztin wie mit einer Freundin über Samenspender, Bechermethoden und Konsorten zu reden. Vielleicht sogar noch offener als mit einer Freundin. Als wäre es das normalste auf der Welt, dass zwei Frauen ein Baby bekommen und als hätten sie auch ein natürliches, „gottgegebenes“ Recht darauf.
Ist das nicht auch so? Hat nicht jede Frau das Recht darauf, dass alles dafür getan wird, damit Ihr Kinderwunsch, ihr natürliches, tiefes Bedürfnis und der Drang, ein Kind auszutragen, mitgetragen und respektiert wird?
Im Grunde dürfte das ja reine Biologie sein. Es wäre anmaßend, einer Frau diesen Wunsch absprechen zu wollen. Leider aber schon erlebt…

Jetzt sind wir ihn also gegangen, den ersten Schritt von einem langen Weg. Es fühlt sich schön an, und plötzlich fühle ich mich erwachsener als vorher. Ich bin jetzt in dem Alter, in dem Menschen Kinder planen. Gut überlegt, planvoll. Und es gibt Menschen in meinem Umfeld, die uns auf diesem Weg gerne begleiten.
Das ist fast ein noch schöneres Gefühl. Ganz unabhängig davon, wie schwer der Weg tatsächlich sein wird.

Denn irgendwie ist es eine Art akzeptiert werden.
Niemand kann drum herum reden. Niemand kann etwas anderes behaupten.
ES ist NICHT das selbe, eine Regenbogenfamilie. Lesbisch sein. Anders sein.
Ich bin jedes Mal aufs Neue dankbar wenn ich akzeptiert werde, wie ich bin.
Und ich bin absolut sicher, dass es vielen anderen genauso geht.