Die Sache mit der Pränataldiagnostik

http://www.arte.tv/guide/de/048370-000/am-anfang?autoplay=1#arte-header

Auf einem Besuch im Kaiserinnenreich bin ich auf diese Arte- Doku aufmerksam geworden. Das Thema geht ja an keiner Schwangeren vorbei. Was ist wenn? Was will man überhaupt alles wissen? Welche Entscheidungen müss(t)en getroffen werden?
Ich finde den Film sehr sehenswert, er berührt mich und gibt mir zu denken, wundern, inne halten. Näheres vielleicht in den Kommis, wenn den Film jemand von Euch auch gesehen hat. Noch eine Woche kostenlos anzusehen unter obigem Link.

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Träume, Träume

Von meinen Träumen lässt sich immer wunderbar darauf schließen, was mich im tiefsten Inneren beschäftigt. Zurzeit träume ich ja ständig, ich sei schwanger und fühle mich irgendwie ganz schlecht (niemand untersucht mich, usw.).

Letzte Nacht kam das Kind nun auf die Welt. Ob es das selbe Kind ist, wie in den anderen Träumen? Vielleicht das, was nicht untersucht wurde und im übertragenden Sinne jenes, was in mir hätte wachsen sollen?

Es war eine Art Hausgeburt. „Natürlich“ lief im Traum allerhand schief. Meine Mutter war dabei (zumindest später, ich vermute, es war auch die Person, die bei der Geburt bei mir war), meine Frau war nicht da. Den ganzen Traum über nicht. Naja, jedenfalls haben wir nicht auf die Uhr geguckt als das Kind kam und ich hatte im Nachhinein keine Ahnung ob es morgens, mittags oder nachmittags das Licht der Welt erblickt hatte. Dann weiß ich nur noch, dass ich in den kommenden Tagen und Wochen das Kind gestillt habe, es war immer schon nach ein paar Sekunden satt (Tamagotchi ????). Dann hab ich es mit mir rumgetragen, aber ich konnte nicht wirklich behutsam mit ihm sein, als hätte es mir niemand gezeigt und ich wollte aber alles perfekt machen- allerdings kam genau das Gegenteil dabei raus und es drohte mir oft aus den Händen zu rutschen. Hab es über meine Schulter gehängt, so hat es dann geschlafen. Und ich konnte mir ums zerplatzen den Namen des Kindes nicht merken, obwohl er lange festgestanden hatte. Jedesmal wenn jemand fragte, oder wir Termine beim Arzt oder so hatten, vergaß ich den Namen und wurde dann panisch.

Dem Kind an sich ging es gut. Es war ein kleines Mädchen und sehr ausgeglichen und friedlich. Und ich habe es oft umgezogen, weil ich so wahnsinnig viele Klamotten für es hatte (okay, das spiegelt die Realtität schon jetzt… lach). Meine Mutter sagte immer, das passt hier und da nicht zusammen, was es an hat. Und ich war nie zufrieden mit dem Ergebnis und fühlte mich nicht imstande, die Wickelkommode mit den vielen Klamotten anständig aufzuräumen und zu sortieren.

Kurz nach der Geburt kamen meine Onkels und brachten eine Plastiktüte voll mit hochprozentigem Alkohol, wir sollten das bei Ebay versteigern- sollte eine milde Gabe sein. Aber aufs Kind geguckt haben sie nur ganz nebenbei und mit den Schultern gezuckt.

Irgendwann fiel mir auf, dass ich noch kein einziges Foto vom Baby gemacht hatte, da war es vielleicht eine Woche alt. Als ich Fotos machen wollte gab es nur verzerrte Bilder, also das Köpfchen wurde so, wie wenn man in diese komischen Spiegel schaut in Freizeitparks.

Und nun fällt mir ein, dass meine Schwester eine Woche zuvor auch ein Baby bekommen hatte. Wir wohnten alle zusammen.

Ich wünsche mir für die nächste Zeit dann mal schönere Träume, in denen alles passt.

Es könnte dann jetzt ja vielleicht mal die nächste Traum-Schwangerschaft beginnen- und parallel dazu bitte die echte :).

Eisprung und Niedergeschlagenheit

Freitag Abend zierte der erste Smiley das Clearblue-Anzeigefeld. Es folgten ein weiterer Samstag Morgen und Samstag spät nachmittags. Ich hab zur Abwechslung mal sehnsüchtig darauf gewartet, dass er wieder verschwindet, da ich ja am Freitag Abend inseminiert hatte. Heute morgen war er dann auch verschwunden. Nun gehe ich vom Bauchgefühl her davon aus, dass der Eisprung jüngst geschehen ist und hoffe, es gibt einen glücklichen Sieger. ET wäre am 2. März 2014.

Gefühlstechnisch bin ich hin- und hergerissen zwischen „es klappt diesmal auf jeden Fall zu mindestens 100%“ und „Es wird niemals wieder klappen“. Ich weiß, letzteres ist total irrational, vor allem ist es „erst“ der fünfte Versuch und ich weiß ja, dass es bei mir grundsätzlich klappen könnte, zumindest ganz am Anfang. Bewaffnet mit Utrogest bin ich auch, für den Fall eines positiven Tests.

Ich fühl mich nur so ausgelaugt. Es gibt kaum etwas als dieses Thema, und da ist man eben so machtlos. Mein Alltag kommt mir vor wie eine zähflüssige Einöde. Funktionieren, aber dann kommt erst mal lange Zeit nichts. Bin momentan so wenig begeisterungsfähig, alles ist so unspektakulär und matt. Und wenn was ist, dann perlt auch alles wunderbar an mir ab. Arbeiten, schlafen, atmen. Mir fehlt echt ein Ausgleich. Und der Antrieb dazu.

Gestern war ich auf einem Geburtstag und ich habe erfahren dass eine Bekannte schwanger ist- genau so weit wie ich jetzt auch wäre. Freue mich echt für das Glück anderer, total klar. Bin gar nicht der Typ für Missgunst. Aber emotional hat es mich kilometerweit zurückgeworfen. Da war ein Wesen, das zu mir gehört hat und es durfte nicht bleiben. Oder werden. Da bringt es gar nichts zu wissen, dass es ja weiter geht und irgendwann vielleicht auch für uns gut ausgeht. Willkommen mitten in der verdrängten Trauer. Dass meine Frau den gesamten Sommer über gefühlt 24 / 7 auf der Arbeit lebt und ich alleine ausharre macht es keinen Deut besser. Ich hasse es, hab es schon immer aus tiefstem Herzen gehasst.

Und jetzt schließe ich diesen Jammerpost.

Eine Woche danach

Uns gehts ganz gut.

Ab und zu krieg ich mal ’nen Melancholischen und verfalle in etwas Lethargie, aber das gibt sich dann schnell wieder. Ich bin erstaunt, wie gut ich die Fehlgeburt wegstecke. Es war noch kein Embryo. Wie sehr mir das hilft!

Wir warten und warten und warten auf irgendetwas eisprungartiges, auch wenn das natürlich noch gut dauern kann. Ich mach trotzdem schon mal alle zwei Tage nen Ovutest, weil ich es nicht verpassen will. Es fühlt sich an, als wäre alles ordnungsgemäß raus aus mir, ich blute auch seit 3 Tagen nicht mehr. In einer Woche wird nochmal untersucht.

Die Zeit fühlt sich an, als würde sie stehen. Noch viel schlimmer als sonst. Abwarten, Tee trinken. Wir sind so machtlos und klein dem großen, perfekten Plan des Lebens ausgeliefert und können nur hoffen!

Leer…

… passenderweise im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich fühle mich meinen Gefühlen und Gedanken gerade ausgeliefert. Weiß einfach nicht, was ich dagegen tun soll. Will auch nicht wirklich was dagegen tun, weil es dazu gehört.

Trotzdem unerträglich. Ich bin den ganzen Tag allein, aber fühle mich nicht imstande, etwas dagegen zu tun. Die Wohnung sieht verwahrlost aus, aber ich kann nichts dagegen tun. Würde am liebsten den ganzen Tag schlafen.

Ich will diese Gedanken gar nicht denken, es bringt mir nichts. Es wird keine Antworten geben. So ist es halt.

Ich will einfach nur gehalten werden :-(.

Fehlgeburt nach biochemischer Schwangerschaft

Nun sitz ich auf der Couch, für heute krank geschrieben und meine Gefühle wollen nicht so richtig raus aus mir. In erster Linie spüre ich gerade Erleichterung, nun Bescheid zu wissen. Der Rest kommt aber sicher irgendwie auch noch an die Oberfläche. In Nachhinein bin ich allerdings super froh, dass ich letzte Woche bei dieser doofen Ärztin war, das hat weh getan aber mich gut vorbereitet. Wäre ich nicht dort gewesen, hätte es mich aus heiterem Himmel getroffen.

Aber ich erzähl erstmal.

Gestern bzw vorgestern haben sich Schmierblutungen angekündigt, das hat mich etwas verunsichert, aber es musste ja noch nichts heißen. Ich wollte bis nächste Woche zum Termin am 22. Mai warten. Als die dann aber so stark wurden wie meine Mens immer ist (gestern Abend) und mehr als das (Nachts/ Frühmorgens) war mir irgendwie schon alles klar und ich dachte mir, dass mein Körper gerade seinen Job macht, und das, was die Ärztin letzte Woche als zu klein für 7. Woche gesehen hat, loswerden will, weil es wohl schon sehr früh aufgehört hat, sich zu entwickeln.

Kurz bevor die Kinder kommen sollten hab ich mich bei deren Eltern schnell krank gemeldet und gesagt, ich muss dringend ins KH. Das war auch zunächst die Überlegung. Aber wir entschlossen uns dann zu unserer Frauenarztpraxis zu fahren (haben einen Anfahrtsweg von 45 Min) und pünktlich zu Praxisöffnung schon dort auf der Matte zu stehen.

Als dann unklar war, ob meine Frau bei der Untersuchung dabei sein kann, weil es immer später wurde hat sie dann geregelt, dass sie später auf die Arbeit kommen kann. Danke dafür an meine Frau, denn eigentlich war das heute wegen einer privaten Sache eines Kollegen schwierig. Ich hab nur gemerkt, dass ich beim Warten immer mehr Panik bekommen habe beim Gedanken, das allein bewältigen zu müssen. Und DANKE auch für Deinen trockenen Humor, den ich so gut verstehe weil er auch in mir lebt und der tröstlich ist, weil ich weiß, es ist Deine Art mich zu trösten. Ich bin auch sicher, Deine Theorie, die Du aufgestellt hast, stimmt!

Meine (unsere) Frauenärztin war gewohnt lieb und einfühlsam und das war Balsam für die Seele (insbesondere, dass sie so offen und selbstverständlich mit uns als Frauenpaar und der Zeugungsmethode umgeht). Sie hat sich verdammt viel Zeit genommen und ganz viel Ruhe ausgestrahlt. Nachdem sie ihre Vermutung einer Fehlgeburt am Anfang geäußert hatte machte sie einen Ultraschall und erklärte uns alles. Man hat gesehen, dass das Ei vom linken Eierstock gesprungen ist, weil man deutlich Gelbkörper sehen konnte. Und dann hat sie noch etwas 10 mm grosses gesehen und gesagt, dass es kein Embryo war, sondern schon vorher aufgehört hat, sich zu entwickeln. Das ist wirklich ein sehr tröstliches Gefühl für mich. Der hcg-Wert, der letzte Woche im Blut war, war extrem niedrig. 174 glaub ich, und sie sagte, erst ab 1000 in etwa kann man überhaupt eine Fruchthöhle sehen.

Ich bin traurig, aber es hätte um einiges schlimmer sein können. Mein Instinkt letzte Woche, zu einer Untersuchung gewollt zu haben, war richtig. Es hat mich vorbereitet. Und ich hab weder Mutterpass gehabt noch ein schlagendes Herzchen gesehen, das erleichtert es doch ungemein.

Und sie sagte, es spreche nichts dafür, dass eine Ausschabung notwendig sei. In 14 Tagen kontrolliert sie nochmal. Wahrscheinlich regelt mein Körper das nun selbst. Bin total dankbar, dass mir das aller Voraussicht nach erspart bleibt, das war nämlich meine Horrorvorstellung.

Eine Sache betonte die Gyn noch, und es sprach mir aus dem Herzen. Wie schön es für mich trotz alle dem ist, gesehen zu haben, dass ich grundsätzlich schwanger werden kann. Das heißt, es wird wieder passieren können und dann hoffentlich gut gehen. Dazu muss ich sagen, dass ich früher eine Frauenärztin hatte, die gerne mögliche Fruchtbarkeitsstörungen in den Raum geworfen hat (Bei meiner Schwester übrigens auch). Das hat mich total in Panik versetzt und trotz mehrfacher Hormontests Ultraschalls, Zuckertests, die immer in Ordnung waren hat mich die Vorstellung nie losgelassen, dass vielleicht etwas nicht hinhauen könnte.

Noch ein paar unschöne Details. Als ich eben auf der Toilette war kam etwas im Ganzen raus, was bedeutend gewesen sein muss. Ein in sich noch intaktes hüllenartiges Schleimhautstück, im Wesentlichen ca. 3 cm Durchmesser.

Ich weiß, dass ich nicht dauerhaft so gefasst sein werde wie jetzt gerade, ich stell mich darauf ein. Dass ich heute krankgeschrieben bin und Montag frei ist, kommt mir entgegen. Aber wir wollen es so schnell wie möglich weiter versuchen. Ab dem 10. Tag kann ich mal auf gut Glück Ovutests machen, sagte die Ärztin, auch wenn man nicht weiß, ob jetzt überhaupt ein (guter) Eisprung kommt oder erst nach der nächsten Mens. Und in der Zeit wird dann auch nochmal die Untersuchung sein und wir wissen, ob alles gut ist und grünes Licht gegeben werden kann.

Werde dann wohl mal nun unseren Spender kontaktieren. *seufz*

Danke Euch allen für Eure lieben Kommentare und Eure Anteilnahme. Das gibt erstaunlich viel Kraft dazu!!!

Wer nachlesen wollen würde- hier die Definition für biochemische Schwangerschaft: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/BiochemischeSchwangerschaft